Cercospora kikuchii Es handelt sich um einen phytopathogenen Pilz, der im Volksmund als Erreger der „Blattbrandkrankheit“, der „Purpurfleckenkrankheit“ oder der „Purpurblattfleckenkrankheit“ bekannt ist.
Taxonomische Klassifizierung:
- Königreich: Pilze
- Abteilung: Schlauchpilze
- Klasse: Dothideomyceten
- Ordnung: Capnodiales
- Familie: Mycosphaerellaceae
- Handlung: Cercospora
Der Pilz befällt hauptsächlich Sojabohnen (Glycine max), obwohl auch andere Hülsenfrüchte in geringerem Maße anfällig sein können.
Die Krankheitssymptome sind bei infizierten Pflanzen leicht erkennbar. Die Blätter weisen unregelmäßige rötlich-braune, violette oder lila Flecken auf, oft mit undeutlichen Rändern. Diese Flecken können zusammenwachsen und zu großflächiger Nekrose und frühzeitigem Laubverlust der Pflanzen führen.
Darüber hinaus weisen infizierte Samen violette oder dunkle Flecken auf der Schale auf, die ihre Qualität und Keimfähigkeit beeinträchtigen können.
Die Verringerung der funktionellen Blattfläche wirkt sich direkt auf den Photosyntheseprozess aus, was zu einer verringerten Kornfüllung und einem Rückgang der Produktivität führt.
Der Pilz überlebt in infizierten Ernterückständen im Boden und in kontaminiertem Saatgut und bleibt latent, bis günstige Umweltbedingungen seine Aktivierung ermöglichen.
Bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit und gemäßigten Temperaturen (zwischen 20 °C und 30 °C) beginnt der Pilz mit der Produktion von Konidien, ungeschlechtlichen Fortpflanzungsstrukturen, die durch Wind, Regen oder landwirtschaftliche Geräte verbreitet werden. Diese Konidien keimen auf der Oberfläche von Pflanzen und bilden Appressorien, die durch Stomata oder direkt durch die Zellwand in das Pflanzengewebe eindringen.
Die morphologischen Merkmale des Pilzes sind typisch für die Gattung Cercospora.
Die Konidien sind hyalin, fadenförmig und mehrzellig und weisen regelmäßige Quersepten auf, während die Konidiophoren zylindrisch sind und in dichten Gruppen auftreten. Das Myzel wächst interzellulär im Pflanzengewebe und bildet Netzwerke, die die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Wirt erleichtern.
Während der Besiedlung sondert der Pilz abbauende Enzyme wie Cellulasen und Pektinasen sowie spezifische Toxine wie Cercosporin ab, die oxidative Schäden in Pflanzenzellen hervorrufen und so Nekrose und Gewebetod verursachen.
Das Zusammenspiel zwischen Cercospora kikuchii und Soja ist sehr spezifisch. Der Pilz verfügt über Gene, die Effektorproteine kodieren, die für die Manipulation der Stoffwechsel- und Signalprozesse des Wirts verantwortlich sind und dessen Immunreaktionen unterdrücken. Trotzdem verfügen einige Sojabohnensorten über eine genetische Resistenz, die ihnen eine Toleranz gegenüber Infektionen verleihen kann.
Die genetische Variabilität des Pilzes kann jedoch zur Entstehung aggressiverer Sorten führen, die diese Resistenz mit der Zeit überwinden.
Kontrollieren Cercospora kikuchiiist es von entscheidender Bedeutung, ein integriertes Management einzuführen, das mehrere landwirtschaftliche Praktiken kombiniert. Um die Einschleppung des Erregers zu verhindern, ist die Verwendung von zertifiziertem, mit spezifischen Fungiziden behandeltem Saatgut unerlässlich.
Fruchtfolge und die richtige Handhabung von Ernterückständen tragen dazu bei, die Infektionslast im Boden zu verringern. Durch regelmäßige Überwachung der Kulturpflanzen können Krankheitsausbrüche frühzeitig erkannt und vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.
Bei starkem Befall kann die Anwendung von Fungiziden auf Basis von Strobilurinen, Triazolen oder Carboxamiden wirksam sein, muss aber rational erfolgen, um die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden. (Klicken Sie hier, um die zur Bekämpfung von „Cercospora kikuchii“ zugelassenen Pestizide anzuzeigen.)
Auch kulturelle Praktiken wie ein angemessener Pflanzenabstand und ein gutes Bewässerungsmanagement sind wichtig, um die Luftzirkulation zu verbessern und die Blattnässe zu verringern.