Organische Bodensubstanz wird zur Quelle von Kohlenstoffgutschriften

Ein Vortrag auf der Conexão Abisolo 2025 wird zeigen, wie die Kohlenstoffbindung erhöht und Einkommen für Produzenten generiert werden kann.

17.09.2025 | 16:57 (UTC -3)
Adriana Roma

Am 23. Oktober 2025 um 12 Uhr, während Conexão Abisolo, der Forscher Ladislau Martin Neto (im Bild) von Embrapa Instrumentation hält im Rahmen von Panel VI – Kreislaufwirtschaft einen Vortrag mit dem Titel „Die Beziehung zwischen organischer Substanz und Emissionszertifikaten“. Der Vortrag zeigt, wie organische Bodensubstanzen für die Kohlenstoffbindung und die Generierung von Emissionszertifikaten für ländliche Erzeuger von entscheidender Bedeutung sein können.

Laut Martin Neto besteht die organische Bodensubstanz zu etwa 50 % aus Kohlenstoff. Damit ist dieser Boden der drittgrößte Speicher der Erde und übertrifft sogar die Waldbiomasse. Er wird betonen, dass konservierende landwirtschaftliche Praktiken wie pfluglose Bodenbearbeitung und angepasste Weidewirtschaft die Kohlenstoffbindung erhöhen und den Erzeugern direkte wirtschaftliche und ökologische Vorteile bringen können.

Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Kohlenstoffprojekten besteht darin, dieses Element im Boden zu messen und dabei die erforderliche Logistik und angemessene Kosten zu gewährleisten. Um dieses Hindernis zu überwinden, stellt Martin Neto ein neues, kostengünstiges Lasergerät vor, das bereits von Verra, dem weltweit größten Zertifizierer für Kohlenstoffgutschriften, zertifiziert wurde. Die Technologie ermöglicht die genaue Messung des Kohlenstoffgehalts in Getreide, Weideland und integrierten Systemen und ermöglicht so die Einbeziehung weiterer Produzenten in diesen Markt.

Der Forscher wird außerdem das von ihm als echte Notlage eingestufte Klimawandelszenario und dessen direkte Auswirkungen auf die stark vom Niederschlag abhängige brasilianische Landwirtschaft erörtern. Aktuelle Beispiele wie die Überschwemmungen in Rio Grande do Sul und die Dürre im Amazonasgebiet unterstreichen die Dringlichkeit von Minderungs- und Anpassungsstrategien.

Für ländliche Produzenten bedeutet eine Erhöhung des organischen Bodenanteils höhere Produktivität, größere Klimaresilienz und neue Einkommensquellen durch den Verkauf von Emissionszertifikaten. „Es ist eine Win-Win-Lösung: Es verbessert die Bodengesundheit und Produktivität und öffnet gleichzeitig Türen zu neuen Märkten mit höheren Nachhaltigkeitsanforderungen“, sagt Martin Neto.

„Spezielle Düngemittel spielen eine strategische Rolle bei der Förderung der Gesundheit des Bodenmikrobioms, einem wesentlichen Element für die Bildung und Stabilisierung organischer Stoffe. Dieser Prozess erhöht die Kohlenstoffbindungskapazität und verbindet Abisolos Inputs direkt mit einer Nachhaltigkeitsagenda, die ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert schafft. Indem wir die Einführung dieser Praktiken unterstützen, bekräftigen wir, dass die Pflanzenernährung entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft beiträgt“, fasst Clorialdo Roberto Levrero, Präsident des Verwaltungsrats von Abisolo, zusammen.

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