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Forscher haben zwei in Südamerika heimische Parasitoide mit hohem Potenzial für die biologische Kontrolle von Fruchtfliegen identifiziert (Anastrepha fraterculus). In ihrer Studie untersuchten sie die funktionellen Reaktionen von vier Hautflüglerarten, die mit diesem Schädling in Zusammenhang stehen, der in den Obstgärten der Region wirtschaftliche und phytosanitäre Verluste verursacht.
Die Arbeitshighlights Ganaspis pelleranoi e Coptera haywardi als brauchbare Kandidaten für ergänzende biologische Bekämpfungsprogramme. Diese Arten wiesen hohe Befallsraten und eine gute Wirtsausnutzung auf, zusätzlich zu Eigenschaften, die ihre Anpassung an Produktionssysteme und Freisetzungen begünstigen.
Anastrepha fraterculus ist einer der häufigsten Obstschädlinge in Südamerika. Das Vorkommen dieser Fliege in Obstanbaugebieten führt zu Quarantänebarrieren und behindert den Export. In Brasilien und Argentinien koexistiert diese Art mit der ebenfalls invasiven Ceratitis capitatum, die spezifische Managementstrategien erfordern.
Bislang wurde die biologische Bekämpfung mit einheimischen Parasitoiden nicht in großem Maßstab gegen A. fraterculus. Die Anwendung der Sterilen Insektentechnik (SIT), obwohl bereits gegen C. capitata, ist noch nicht verfügbar für A. fraterculus. Die Möglichkeiten beschränken sich auf Fallen, chemische Bekämpfung und kulturelle Praktiken.
Die Forschung untersuchte die Leistung von vier Arten einheimischer Parasitoide:
Die Experimente wurden im PROIMI-CONICET-Labor in Argentinien durchgeführt. Dabei wurden Individuen über bis zu 48 Generationen künstlich aufgezogen. Die Forscher setzten Larven und Puppen unterschiedlicher Dichte aus. A. fraterculus auf die weiblichen Parasitoiden und analysierte die Angriffsmuster mit dem Statistikpaket „frair“ aus der R-Software.
Die funktionelle Reaktion beschreibt, wie ein Parasitoide auf unterschiedliche Wirtsdichten reagiert. Sie ermöglicht die Vorhersage der Angriffsrate und -effektivität des natürlichen Feindes und ist somit ein nützliches Instrument zur Auswahl biologischer Bekämpfungsmittel.
Die Studie zeigte, dass:
Die Daten zeigen, dass G. pelleranoi zeichnet sich als hocheffizienter Larvenparasitoid aus, insbesondere bei hohen Wirtsdichten. Bereits C. haywardi Es wirkt effizienter bei geringer Puppendichte und bietet eine ergänzende Wirkung im Kontrollsystem.
Beide Arten wiesen zudem einen geringeren Anteil an Wirtsabwürfen auf, was die Verluste in Aufzuchtsystemen und Massenfreisetzungen reduziert. Die Analyse dieser Raten ist für die Anpassung des Parasitoiden-Wirt-Verhältnisses in Aufzucht- und Freisetzungsprogrammen von entscheidender Bedeutung.
Die Studie ist Teil einer 2010 in Argentinien begonnenen Forschungsreihe, die sich mit der Ansiedlung und dem Einsatz einheimischer Parasitoide gegen Obstschädlinge beschäftigt. Der nächste Schritt umfasst den Übergang vom experimentellen Management zur großflächigen Produktion und anschließenden Anwendung im Feld.
Den Autoren zufolge stellt die Nutzung einheimischer Parasitoide in ergänzenden biologischen Schädlingsbekämpfungsprogrammen eine ökologisch nachhaltige Alternative dar. Darüber hinaus tragen die Ergebnisse zur Auswahl effizienterer, an die lokalen Umweltbedingungen angepasster Arten bei und verringern so die Abhängigkeit von exotischen Arten wie Diachasmimorpha longicaudata.
Weitere Informationen unter doi.org/10.3390/insects16090919
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