Tarifaço: Agrarluftfahrtsektor warnt vor möglichen Repressalien

Sindag fordert die Regierung auf, importierte Vorräte angesichts möglicher Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Zölle zu schützen

30.07.2025 | 14:46 (UTC -3)
Sindag, Ausgabe des Cultivar Magazine

Nur wenige Tage vor Inkrafttreten des von den USA auf brasilianische Produkte erhobenen 50-prozentigen Zolls warnte der Nationale Verband der Agrarluftfahrtunternehmen (Sindag) die brasilianische Regierung vor den Risiken möglicher Vergeltungsmaßnahmen, die sich negativ auf den Sektor auswirken könnten. Der Verband traf sich am Dienstag (29.) mit Vertretern des Sekretariats für Handel und internationale Beziehungen (SCRI) des Ministeriums für Landwirtschaft und Viehzucht (Mapa) in Brasília.

Obwohl die Zollerhöhung direkte Auswirkungen auf Exporte wie Rindfleisch, Obst und Holz hat, befürchtet Sindag auch indirekte Folgen. So könnte die Produktion der Agrarflugzeuge zurückgehen, und insbesondere könnten aus den USA importierte Flugzeuge, Ersatzteile und Triebwerke in die Liste der möglichen Gegenmaßnahmen aufgenommen werden. Rund zwei Drittel der brasilianischen Agrarflugzeugflotte – mehr als 2,7 Maschinen – werden importiert, und selbst in Brasilien produzierte Modelle wie die Ipanema sind auf amerikanische Komponenten angewiesen.

„Ohne Zugang zu diesen Vorräten können wir die Produktivität auf den Feldern nicht aufrechterhalten“, sagte Cláudio Júnior Oliveira, Direktor von Sindag, während des Treffens. Er betonte, dass die Agrarluftfahrt neben der Bekämpfung von Waldbränden auch mehr als 29 Nutzpflanzen bedient und 140 Millionen Hektar abdeckt.

Auf Regierungsseite räumte SCRI-Vizesekretär Marcel Pinto ein, dass die Auswirkungen auf den Sektor intern noch wenig diskutiert würden, und versprach, die Angelegenheit direkt an Minister Carlos Fávaro weiterzuleiten. Das Ministerium erklärte außerdem, es arbeite an drei Fronten: Verhandlungen mit den USA, die Erschließung neuer Märkte und die Abstimmung möglicher interner Maßnahmen zum Schutz strategischer Sektoren wie der Agrarluftfahrt.

Am Ende des Treffens verpflichtete sich Sindag, Mapa eine detaillierte Studie über die Auswirkungen möglicher Vergeltungsmaßnahmen auf den Sektor vorzulegen. Das Ministerium teilte mit, dass die Angelegenheit dem Interministeriellen Ausschuss für Gegenmaßnahmen unter der Leitung von Vizepräsident Geraldo Alckmin zur Kenntnis gebracht werde.

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