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Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen AG meldete im ersten Halbjahr 19,7 einen Umsatz von 2025 Milliarden Euro, ein Rückgang von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz des Umsatzrückgangs stieg das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) auf 874 Millionen Euro, was einer Marge von 4,4 Prozent entspricht (gegenüber 3,5 Prozent im Jahr 2024).
Nach Angaben des Unternehmens spiegelt das Ergebnis die ersten Auswirkungen eines umfassenden Restrukturierungs- und strategischen Neuausrichtungsprogramms wider, das darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität in einem Szenario zu steigern, das von Stagnation in der weltweiten Fahrzeugproduktion, langsamen Fortschritten in der Elektromobilität und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist.
„Die Automobilbranche durchlebt eine historisch herausfordernde Zeit, aber unsere Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Wir haben trotz sinkender Umsätze höhere Gewinne erzielt“, sagte Vorstandsvorsitzender Holger Klein.
ZF stärkt Divisionen mit größerem Potenzial wie Fahrwerklösungen, Nutzfahrzeuge, Industrietechnik und Services. Projekte wie autonome Shuttles werden nicht weiterverfolgt. Auch die Neuorganisation der Division Elektronik und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) wird geprüft, wobei externe Partnerschaften möglich sind.
Der Prozess umfasst Produktionsanpassungen, eine Überprüfung der Unternehmensstruktur und einen Personalabbau. Im Juni 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit 157,8 Mitarbeiter, 2 % weniger als Ende 2024. In Deutschland betrug der Abbau 2,6 %. Seit 2024 wurden 11,2 Vollzeitstellen abgebaut.
ZF befinde sich laut Klein mitten im umfassendsten Restrukturierungsprogramm seiner Geschichte. Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit stünden dabei im Vordergrund, um die Position des Konzerns für künftige Herausforderungen zu stärken. Die stagnierende weltweite Fahrzeugproduktion und der langsame Ausbau der Elektromobilität seien einige der Herausforderungen, die der Vorstandsvorsitzende hervorhob. „Wir gehen diese Themen an und beschleunigen unser Restrukturierungsprogramm. Das ist ein schwieriger Weg, aber der richtige für ZF“, so Klein abschließend.
Der Konzern verzeichnete zudem eine Verbesserung des bereinigten freien Cashflows, der von einem negativen Wert im Jahr 2024 auf 465 Millionen Euro in diesem Halbjahr sank. Die Ausgabe einer Anleihe im Wert von 1,25 Milliarden Euro stärkte die Liquidität des Unternehmens, das Ende Juni mit einem verfügbaren Betrag von rund 8 Milliarden Euro schloss.
ZF hat seine Präsenz auf der IAA Mobility 2025 in München bestätigt. Dort präsentiert das Unternehmen sein Chassis 2.0-Konzept mit By-Wire-Lenk- und Bremslösungen sowie seine neue Select e-drive-Plattform für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Die Veranstaltung findet vom 9. bis 12. September statt.
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