Weltweite Weizenernte 2025/26 voraussichtlich neuen Rekord erreichen

Hohes globales Angebot und Wettbewerb unter den Exporteuren üben Druck auf die Preise auf dem internationalen Markt aus

24.07.2025 | 17:24 (UTC -3)
Fernanda Karla Venditte

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wird die weltweite Weizenproduktion voraussichtlich einen neuen Höchststand von 809 Millionen Tonnen erreichen, vor allem getrieben von Großproduzenten. Der weltweite Verbrauch dürfte dem folgen und über dem Volumen der vorherigen Ernte liegen. Die Endbestände werden auf 262,8 Millionen Tonnen geschätzt, ein Rückgang im sechsten Jahr in Folge. Trotzdem werden die weltweiten Exporte voraussichtlich hoch bleiben und die vorherige Ernte von geschätzten 215,3 Millionen Tonnen übertreffen.

Angesichts der Produktionssteigerung herrscht ein harter Wettbewerb unter den Exporteuren, der die Terminpreise an der Chicagoer Börse (CBOT) unter Druck setzt. Wechselkursschwankungen und das geopolitische Umfeld, einschließlich protektionistischer Maßnahmen wie der von den USA verhängten Zölle, werden die Preise voraussichtlich auch während der gesamten Saison beeinflussen. Weizen wird auch von der Entwicklung von Mais, dem Ersatzprodukt in der Tierfütterung, beeinflusst – und der Abwärtstrend bei den Maispreisen trägt zu einer Abwärtstendenz am Weizenmarkt bei.

In den USA wird die Produktion voraussichtlich 52,3 Millionen Tonnen erreichen, ein Rückgang von 3 % gegenüber dem vorherigen Zyklus. Die Endbestände werden voraussichtlich auf 24,4 Millionen Tonnen steigen, ein Plus von 7 %. Der durchschnittliche Erzeugerpreis wird auf 5,40 US-Dollar pro Scheffel geschätzt und liegt damit leicht unter dem der letzten Ernte. Dank des gestiegenen Inlandsangebots und eines schwächeren Dollars gewinnt US-Weizen an Wettbewerbsfähigkeit. Die US-Exporte werden voraussichtlich 22,4 Millionen Tonnen erreichen, das höchste Volumen seit 2020/21. Dieser Anstieg hängt jedoch vom Wettbewerb mit Konkurrenten wie der Europäischen Union und Russland ab.

In Brasilien dürfte der Druck des internationalen Marktes die Inlandspreise niedrig halten. Laut Itaú BBA könnten die brasilianischen Produzenten auch in der Ernte 2025/26 mit knappen Margen konfrontiert sein, ohne dass kurzfristig eine Erholung erkennbar wäre.

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