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Die Markteinführung bringt Robustheit, Langlebigkeit und Lösungen zur Ertragssteigerung und Kostensenkung bei der Maisernte
Die Sonnenblumenproduktion in Brasilien erholt sich, allen voran Goiás. Dies geht aus dem Bericht „Brazil’s Sunflower Sector – Opportunities and Challenges in a Growing Market“ des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) hervor. Dem Dokument zufolge hat sich die Anbaufläche des Landes seit 2022 mehr als verdoppelt und wird in der Ernte 67/2024 voraussichtlich 25 Hektar erreichen. Die prognostizierte Produktion liegt bei 99 Tonnen, der durchschnittliche Ertrag bei 1,6 Tonnen pro Hektar.
Die Umfrage zeigt, dass Goiás Mato Grosso als größten nationalen Produzenten überholt hat. Der Bundesstaat profitierte vom günstigen Herbstwetter, strukturierten Böden im Cerrado und der Verwendung von Sojarückständen als Dünger, was die Produktionskosten senkte. Darüber hinaus trugen die Nähe zur verarbeitenden Industrie und die Unterstützung von Kooperativen und Unternehmen wie Caramuru Alimentos zum Wachstum der Ernte bei.
Laut USDA ging die Sonnenblumenproduktion in Brasilien zwischen 2020 und 2021 zurück. Die Kombination aus anhaltender Dürre, einem Anstieg der Produktionskosten um 75 % und hohen Düngemittelpreisen (fast 140 % im Jahr 2022) veranlasste die Produzenten, sich für die profitablere Zweiternte Mais zu entscheiden. In Mato Grosso sank die mit Sonnenblumen bepflanzte Fläche um 66 %.
Der Bericht erläutert, dass Sonnenblumen im Vergleich zu anderen Zweitkulturen wie Mais und Baumwolle Vorteile wie eine hohe Trockenheitstoleranz, ein geringeres Klimarisiko und geringere Kosten bieten. Zudem profitieren sie vom Produktionssystem, da sie tiefe Wurzeln haben, die die Nährstoffaufnahme und den Kaliumkreislauf unterstützen.
Die USDA-Analyse zeigt jedoch Hindernisse auf, die den Ausbau der Sonnenblumenproduktion im Land noch immer behindern. Dazu gehören hohe Frachtkosten – teilweise dreimal höher als die Kosten für Sojabohnen –, eine geringe Saatdichte und die regionale Konzentration der verarbeitenden Industrie, die fast ausschließlich in Goiás angesiedelt ist.
Brasilien importiert weiterhin Sonnenblumenkerne. Im Jahr 2024 importierte das Land 8,1 Tonnen, 19 % weniger als im Vorjahr, was auf eine größere Selbstversorgung hindeutet. Die Exporte sind marginal. Sonnenblumenöl wiederum wird im Inland häufig konsumiert, da es als gesünderes Produkt gilt. Durchschnittlich 85 % der nationalen Produktion sind für die Raffination zu Lebensmitteln bestimmt.
Laut USDA variieren die Saatgutpreise je nach lokalem Angebot und der Nachfrage der Industrie. Während der Pandemie und des Krieges zwischen Russland und der Ukraine stiegen die Preise sprunghaft an. In den letzten drei Jahren haben sie sich stabilisiert, mit einem leichten Aufwärtstrend, der vom Inlandsverbrauch getrieben wird.
Der Bericht zeigt, dass die Nutzpflanze in eine neue Wachstumsphase eingetreten ist. Diese wird durch verstärkte lokale Förderung, die abnehmende Attraktivität von Mais und ein wachsendes Interesse an gesünderen Pflanzenölen unterstützt. Für die kommenden Jahre wird ein moderates Wachstum erwartet. Risiken wie Klimainstabilität, Inputkosten und logistische Einschränkungen könnten das Wachstum jedoch bremsen.
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