Syngenta und Groundwork BioAg gehen eine Partnerschaft im Bereich Mykorrhiza ein.

Das Abkommen sieht Lieferungen von Mais, Sojabohnen, Getreide und Sonnenblumen nach Lateinamerika und Europa vor.

14.07.2026 | 07:11 (UTC -3)
Cultivar Magazine, basierend auf Informationen von Syngenta

Syngenta und Groundwork BioAg haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Technologien auf Basis von Mykorrhizapilzen zu vermarkten. Das Angebot umfasst biologische Produkte, Lösungen zur Bodenkohlenstoffspeicherung und ein Programm für CO₂-Zertifikate, das Landwirten zusätzliche Einnahmen generieren soll.

Syngenta wird die Produkte und Lösungen unter eigener Marke vertreiben. Die erste Phase umfasst Mais, Sojabohnen, Getreide und Sonnenblumen in Lateinamerika und Europa.

Groundwork BioAg übernimmt die Herstellung, Lieferung und Bereitstellung digitaler Tools sowie die vollständige Entwicklung des Kohlenstoffprogramms. Laut den Unternehmen verbessert die Technologie die Nährstoff- und Wasseraufnahme durch die Wurzeln. Dies kann die Produktivität, die Stresstoleranz der Pflanzen und die Bodengesundheit verbessern.

Mykorrhizapilze bilden symbiotische Verbindungen mit Wurzelsystemen. Diese Wechselwirkung begünstigt zudem die Bildung von organischer Substanz in Verbindung mit Mineralien, die potenziell Kohlenstoff über längere Zeiträume speichern kann.

Die Kohlenstoffbindung im Boden erfolgt, nachdem Pflanzen während der Photosynthese Kohlendioxid aufgenommen haben. Biologische Prozesse führen dazu, dass ein Teil dieses Kohlenstoffs in den Boden gelangt.

Petra Laux, Nachhaltigkeitsdirektorin der Syngenta-Gruppe, erklärte, dass das Modell darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen zu erhöhen, die Bodengesundheit wiederherzustellen und Kohlenstoffspeicher aufzubauen. Das Programm bietet den Erzeugern durch die generierten Gutschriften auch direkte Vorteile.

Alon Werber, CEO von Groundwork BioAg, hob die Kombination aus Syngentas Marktzugang und der Mykorrhiza-Technologie des Unternehmens hervor. Emiliano Lima, weltweit führender Experte für Saatgutbehandlung und biologische Produkte, bewertete die Partnerschaft als Beitrag zur Weiterentwicklung biologischer Betriebsmittel in der Landwirtschaft.

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