Sorghum gewinnt an Bedeutung und etabliert sich als Alternative zu Mais.
Die Produktion dürfte sich in fünf Jahren verdoppeln, bei geringeren Kosten und höherer Dürretoleranz.
Die Syngenta-Gruppe veröffentlichte heute (31. März) ihre Finanzergebnisse für 2025, die Fortschritte bei wichtigen operativen Kennzahlen zeigen. Der Jahresumsatz erreichte 28,4 Milliarden US-Dollar, ein leichter Rückgang von 1 % gegenüber dem Vorjahr, während das EBITDA 4,4 Milliarden US-Dollar betrug, ein Anstieg von 13 %.
Die positive Geschäftsentwicklung wurde durch steigende Margen auf 15,4 % gestützt, die auf ein höherwertiges Produktportfolio, Kostenkontrolle und operative Effizienzsteigerungen zurückzuführen sind. Laut Unternehmen trug auch die Strategie, margenschwache Geschäftsbereiche wie den Getreidehandel zu reduzieren, zur Stärkung des Finanzprofils bei.
Im Bereich Pflanzenschutz erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 13,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4 %, mit einem deutlichen Wachstum bei Absatzmenge und Nachfrage nach innovativen Produkten. Das Wachstum wurde primär durch Nordamerika mit einem Plus von 10 % getragen, während Märkte wie Brasilien und Lateinamerika unter Preisdruck standen, hauptsächlich aufgrund des Wettbewerbs durch Generika und Währungseffekte.
Im Laufe des Jahres brachte das Unternehmen weltweit rund 1.800 neue Produkte auf den Markt und unterstrich damit seine Innovationsstrategie. Zu den Highlights zählen Technologien zur Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Unkraut, wodurch das Produktportfolio in verschiedenen Regionen erweitert wurde.
Im Saatgutsegment erreichte der Umsatz 4,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 2 %. Dieses Wachstum wurde primär durch die Südhalbkugel, insbesondere Brasilien, getragen, wo die Umsätze um 17 % stiegen. Dies spiegelt Marktanteilsgewinne und die Einführung neuer Mais- und Sojabohnensorten wider. Nordamerika hingegen verzeichnete aufgrund von Umstrukturierungen einen Rückgang von 12 %.
Die Geschäftstätigkeit der Syngenta-Gruppe in China erzielte 2025 einen Umsatz von 8,3 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die geplante Reduzierung des Getreidehandels zurückzuführen. Trotzdem hob das Unternehmen die operative Widerstandsfähigkeit hervor, mit Wachstum in Segmenten wie Saatgut (7 %) und Markenpräparaten (5 %). Die Tochtergesellschaft Yangnong Chemical legte um 13 % zu, während der Getreidehandel im Rahmen einer Strategie zur Reduzierung margenschwacher Geschäftsbereiche um 68 % zurückging. Das Unternehmen kündigte außerdem die Ausgliederung der Sinofert Holdings an, die ab 2026 nicht mehr konsolidiert wird.
Adamas auf Pestizide nach Patentablauf spezialisierte Sparte erzielte in einem weiterhin schwierigen Umfeld einen Umsatz von 4,1 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 2 % entspricht. Trotzdem hob das Unternehmen die kontinuierlichen Margenverbesserungen und das EBITDA-Wachstum im gesamten Jahr hervor, die auf einen strategischen Plan mit Fokus auf operative Effizienz und die Priorisierung von Schlüsselmärkten zurückzuführen sind.
Ein weiteres Highlight war der Fortschritt im Bereich der Biologika, der 2025 aufgrund der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen wie biologischer Schädlingsbekämpfung und Biostimulanzien ein zweistelliges Wachstum verzeichnete. Der Ausbau der globalen Produktionskapazitäten durch neue Anlagen und Investitionen stärkt diese Strategie.
Das Unternehmen hat zudem den Einsatz künstlicher Intelligenz in strategischen Projekten ausgeweitet und konzentriert sich dabei auf Wertschöpfung und Effizienzsteigerungen. Laut Konzernangaben zeigen diese Initiativen bereits messbare finanzielle Auswirkungen und sollen die digitale Transformation des Unternehmens beschleunigen.
Im vierten Quartal betrug der Umsatz 7,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA sank jedoch um 16 %, belastet durch Restrukturierungskosten, Kreditrückstellungen – insbesondere in Brasilien – und eine hohe Vergleichsbasis im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.
Im Zuge der Umstrukturierung der Unternehmensführung gab das Unternehmen die Ernennung von Nelson Jiang zum neuen Finanzvorstand (CFO) mit Wirkung zum März 2026 bekannt. Gleichzeitig wird Hengde Qin die neu geschaffene Position des Chief Operating Officer übernehmen, in der er die Umsetzung der Konzernstrategie leiten und die Unternehmensfunktionen beaufsichtigen wird.
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