Santa Catarina leidet unter einem Defizit an Getreidevorräten

Das Missverhältnis führte zu einem Defizit von über 800 Tonnen im Jahr 2025

17.06.2025 | 16:45 (UTC -3)
Cristiele Deckert, Ausgabe des Cultivar Magazine

Das Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion in Santa Catarina hat die Getreidelagerkapazität des Bundesstaates überschritten. Zwischen 2020 und 2025 stieg die Gesamtproduktion um 19 % auf 7,38 Millionen Tonnen, während die Lagerkapazität nur um 5,1 % zunahm. Dieses Missverhältnis führte 800 zu einem Defizit von über 2025 Tonnen, insbesondere bei Mais, der für die tierische Eiweißindustrie unverzichtbar ist.

Laut Epagri/Cepa liegt das Defizit an Maisvorräten bei über 5,5 Millionen Tonnen, was die Abhängigkeit von Importen aus anderen Regionen Brasiliens und dem Ausland verschärft. Kooperativen wie Cooperalfa greifen auf Notlösungen wie den Einsatz von Sacksilos zurück, doch die hohen Kosten und die begrenzten Lagerkapazitäten bereiten ihnen Sorge. Die fehlende Infrastruktur zwingt die Produzenten zum Vorverkauf, oft zu Preisen unter dem Idealwert.

Das Agrarbulletin vom Juni hebt auch die Auswirkungen der Rekordernte auf die weiter sinkenden Reispreise hervor. Außerdem wird ein Rückgang der Weizenproduktion aufgrund des kalten Wetters und der langsamen Aussaat prognostiziert. Mais hingegen wies eine hohe Produktivität auf, ist aber mit einer Abwertung am Markt konfrontiert. Die Sojabohnenpreise erholten sich im Juni leicht, nachdem sie im Mai gefallen waren.

Bei Obst hat das Überangebot die Preise für Bananen und Äpfel gedrückt, während Knoblauch und Zwiebeln stark gestiegen sind. Es wird erwartet, dass die Produktion beider Sorten in der nächsten Ernte steigt. Im Fleischsektor ist der Preis für Rinder zwar gesunken, liegt aber immer noch 27,5 % über dem Niveau von 2024.

Angesichts dieses Szenarios betonen die Verantwortlichen im Agrarsektor von Santa Catarina die Dringlichkeit von Investitionen in die Lagerhaltung, um mit dem Produktionswachstum Schritt zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit des Staates zu sichern.

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