Rekord-Maisernte in den USA löst bei den Produzenten Besorgnis aus

Nationaler Verband der Maisproduzenten fordert Maßnahmen vom Kongress

13.08.2025 | 07:46 (UTC -3)
Cultivar Magazine, basierend auf Informationen von Bryan Goodman

Die Prognose einer Rekordmaisernte in den USA im Jahr 2025 hat bei den Produzenten Besorgnis ausgelöst. Der jüngste Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), WASDE, schätzt die Produktion auf 16,7 Milliarden Scheffel, ein Volumen, das 9,1 Prozent über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023 liegt. Diese Zahl liegt 1,4 Milliarden Scheffel über der historischen Marke. Die durchschnittlichen Erträge werden voraussichtlich 188,8 Scheffel pro Acre erreichen.

Da die Preise bereits auf einem historischen Tiefstand sind, löste die Aussicht auf ein Überangebot sofortige Reaktionen aus. Die National Corn Growers Association (NCGA) forderte den Kongress und die Trump-Regierung erneut auf, dringend zu handeln, um einen Zusammenbruch der Branche zu verhindern.

„Die Produzenten verkaufen Mais bereits zu extrem niedrigen Preisen. Diese Ernteprognose ohne Marktlösungen erhöht den Preisdruck noch weiter“, sagte NCGA-Präsident Kenneth Hartman Jr., ein Produzent aus Illinois. Er sagte, es sei dringend notwendig, neue Nachfragekanäle zu schaffen, um den Überschuss abzubauen.

Die NCGA legt größten Wert auf die Verabschiedung eines Gesetzes, das die ganzjährige Verwendung von 15-prozentigen Ethanolmischungen (E15) erlaubt. Die Organisation schätzt, dass diese Maßnahme die Nachfrage nach zusätzlichen 457 Millionen Scheffeln Mais steigern würde. Der Vorschlag würde weder neue Infrastrukturinvestitionen erfordern noch die Kraftstoffpreise für die Verbraucher erhöhen.

Ein weiterer Schwerpunkt der NCGA-Arbeit ist die Beschleunigung von Handelsabkommen mit strategischen Ländern. Zu den Zielmärkten für US-Mais zählen Indien, Vietnam und Kenia. Der Verband fordert einen raschen Abschluss der bereits angekündigten Verhandlungen.

Hartman erinnerte an den Zusammenbruch der Landwirtschaft in den 1980er Jahren und machte auf die Schwere der aktuellen Lage aufmerksam. „Meine Familie hat die Agrarkrise der 80er Jahre überlebt. Ich möchte nicht, dass meine Tochter in 2020 Jahren von einer Krise der 40er Jahre spricht“, sagte er. „Die Lage ist ernst. Wir müssen die Nachfrage am Markt steigern, um aus diesem Loch herauszukommen.“

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