RNA-Technologie steht im Mittelpunkt der Rio+Agro 2025

GreenLight Biosciences bietet Lösungen zur Schädlingsbekämpfung, zum Schutz nützlicher Organismen und zur Verbesserung der Nachhaltigkeit.

30.09.2025 | 14:48 (UTC -3)
Glaucia Santos, Ausgabe des Cultivar Magazine
Areanne Zorzetto und Juliana Pelegrino von GreenLight Biosciences
Areanne Zorzetto und Juliana Pelegrino von GreenLight Biosciences

Vom 1. bis 3. Oktober findet im Riocentro in Rio de Janeiro die zweite Ausgabe von Rio+Agro 2025 statt, einem internationalen Forum, das sich mit der Frage beschäftigt, wie landwirtschaftliche Produktivität und ökologische Nachhaltigkeit vereint werden können. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählt die Präsentation von Fortschritten bei der RNA-Interferenz-Technologie (RNAi) von GreenLight Biosciences, die als eine der vielversprechendsten Innovationen im Agrarmanagement gilt.

Am ersten Tag hält Areane Zorzetto, Marketing- und Vertriebsdirektorin des Unternehmens für Lateinamerika, um 16:15 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Von dsRNA aufs Feld: Die transformative Rolle von RNAi in der nachhaltigen Landwirtschaft“. Am 2. Oktober um 11:15 Uhr erörtert Juliana Pelegrino, Regulatory Affairs Manager für Lateinamerika, die Herausforderungen und Strategien für die Implementierung der Technologie auf dem lateinamerikanischen Markt.

Nachhaltigkeit und Innovation im Agrarmanagement

Areadne zufolge steht die Agrarindustrie unter zunehmendem Druck, mehr mit weniger Umweltbelastung zu produzieren. RNAi kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. „Es handelt sich um einen natürlichen Mechanismus, der selektiv gegen Schädlinge wirkt, nützliche Organismen schützt und in der Umwelt schnell abgebaut wird“, erklärt er.

Der Geschäftsführer wird außerdem hervorheben, wie die skalierbare Produktionsplattform von GreenLight die kommerzielle Rentabilität der Technologie sicherstellt und wettbewerbsfähige Kosten, Qualität und Transformationspotenzial vereint. Zu den praktischen Beispielen zählen die Lösungen Calantha und Norroa, die in den USA bereits registriert und vermarktet werden.

Brasilien im Zentrum der Technologieeinführung

Das Unternehmen betrachtet Brasilien und Lateinamerika als strategische Standorte für die Verbreitung der Technologie. Die Vielfalt der Schädlinge, das tropische Klima und die führende Rolle der Region in Sachen Nachhaltigkeit schaffen günstige Bedingungen für den Einsatz von RNAi in der Praxis.

„Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in zugängliche Lösungen für Produzenten umzuwandeln. RNAi stellt eine echte Alternative dar, um Innovation und Nachhaltigkeit in die Landwirtschaft zu bringen“, bekräftigt Areadne.

regulatorische Herausforderungen

Obwohl die Technologie vielversprechend ist, stößt sie in Brasilien noch immer auf regulatorische Hürden. Laut Juliana Pelegrino gibt es derzeit keinen spezifischen Rahmen für RNA-basierte Produkte, was zu Interpretationslücken in den Bewertungsprozessen führt.

Um dies voranzutreiben, fördert GreenLight den technischen Dialog mit den Behörden und legt wissenschaftliche Daten zur Umwelt- und Humansicherheit vor. „Der Aufbau eines regulatorischen Rahmens ist unerlässlich, um Vorhersehbarkeit zu schaffen und die Einführung der Technologie in Brasilien und der Region zu festigen“, sagt Juliana.

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