Der Markt für Sojabohnen-Pestizide wuchs in Brasilien um 6 %.
Laut einer Studie von Kynetec Brasil steigern eine größere Anbaufläche und eine höhere Anwendungsintensität den Ertrag.
Forscher der Stanford University haben zwei Proteinsysteme mit gegensätzlichen Funktionen für die Stabilität von Pflanzenzellen unter Wassermangel identifiziert. Der Cellulose-Synthase-Komplex (CSC) erhöht die Anzahl der Verankerungspunkte zwischen Zellwand und Plasmamembran. Remorine (REMs) hemmen diesen Prozess. Die Studie deutet auf einen neuen zellulären Signalweg hin, der mit der Widerstandsfähigkeit gegenüber Wassermangelstress zusammenhängt.
Die Forscher analysierten Strukturen, die der Botaniker Karl Hecht bereits vor über einem Jahrhundert beschrieben hatte. Bei Wasserverlust zieht sich die Plasmamembran relativ zur Zellwand zusammen. Ein Teil davon bleibt durch Filamente und Anheftungspunkte, sogenannte Hechtsche Strukturen, an der Zellwand befestigt. Das Team zeigte, dass diese Verankerungen die Membran während der Austrocknung mit der Zellwand verbinden. Zellen mit mehr Anheftungspunkten erholten sich nach der Wasserzufuhr besser.
Das Werk verwendete Wurzeln von Arabidopsis thaliana Als experimentelles Modell verglich die Forscherin Yue Rui Wildtyp-Pflanzen mit gentechnisch veränderten Linien. Die Arbeitsgruppe nutzte Lebendzellmikroskopie, Proteinkartierung, Genetik, Konfokalmikroskopie und Kryo-Elektronentomographie. Ziel war es, die Grenzfläche zwischen Zellwand und Plasmamembran während eines hyperosmotischen Schocks zu beobachten.
Wissenschaftler beschreiben die Zelloberfläche als erste Wahrnehmungs- und Reaktionsinstanz für Umweltreize. Bei Pflanzen umfasst diese Schnittstelle die Plasmamembran unterhalb der Zellwand. Die beiden Strukturen bleiben durch Verankerungspunkte miteinander verbunden. Diese Punkte werden während eines hyperosmotischen Schocks sichtbar, wenn starker Wasserverlust zu einer Membranretraktion führt.
Der Cellulose-Synthase-Komplex spielte eine zentrale Rolle. Laut Artikel korrelierte die Dichte der Cellulose-Synthase-Komplexe (CSCs) in der Plasmamembran mit der Resistenz gegenüber hyperosmotischem Stress. Eine höhere CSC-Dichte begünstigte den Erhalt der Zellwand-Membran-Bindungen. Cellulosemangel führte zum gegenteiligen Effekt, mit verstärkter Plasmolyse und geringerer Erholung des Wurzelwachstums.
In Versuchen mit 0,28 molarer Sorbitlösung zeigten Wildtyp-Wurzeln ein um 52 bis 57 Prozent reduziertes Wurzelwachstum. Zellulose-defiziente Mutanten wie cesa3je5, cesa6prc1-1 und cob-1 wiesen eine Reduktion von mindestens 75 Prozent auf. Die Expression von GFP-Zellulose-Synthase 3 in der cesa3je5-Mutante stellte das Wurzelwachstum auf Wildtyp-Niveau wieder her.
Die Ergebnisse wiesen zudem auf einen spezifischen Effekt von Rhamnose, einem Bestandteil der Rhamnogalacturonan-I-Kette, hin. Die Rhamnose-defizienten Mutanten rhm1-1, rhm1-2 und rhm1-3 zeigten im Vergleich zum Wildtyp ein geringeres Wachstumsdefizit unter hyperosmotischem Stress. Die Forscher beobachteten in der rhm1-1-Mutante einen Anstieg von Proteinen, die mit dem CSC-Komplex assoziiert sind. Zu diesen Proteinen gehörten CESA1, CESA5, CESA6, CSI1, CSI3, PATROL1 und CMU1.
Remorine wirkten als negative Regulatoren von Verankerungen. Unter Sorbitolbehandlung bildete REM1.2 innerhalb von etwa fünf Minuten Nanodomänen. Diese Nanodomänen traten in den Wurzeln fünf Tage alter Sämlinge auf. Ihre Dichte nahm mit der Sorbitolkonzentration zu. Die Studie deutet darauf hin, dass REMs die Anzahl von CSCs unter Beteiligung der Proteine SHOU4 und SHOU4L begrenzen.
Wissenschaftler schlagen ein Modell vor, in dem Zellstammzellen (CSCs) als Verbindungsstellen zwischen Membran und Zellwand fungieren. Durch die Produktion von Zellulose verankert der Komplex die Membran an der Zellwand. Reverse-Methyltransferasen (REMs) wirken in diesem System als Bremse und begrenzen die Anzahl der CSCs an den Verankerungsstellen. Bei einem Mangel an REMs steigt die Anzahl der CSCs in der Membran. Die Verankerung wird unter Belastung fester.
Die agronomische Bedeutung ergibt sich aus dem Zusammenhang zwischen zellulärem Wasserverlust und häufigen Stressfaktoren im Freiland. Die Quelle nennt Dürre, Salinität, Hitze und Frost als Bedingungen, die mit zellulärem Wasserverlust einhergehen. Die Identifizierung dieser Proteine eröffnet Möglichkeiten für die Pflanzenzüchtung mit dem Ziel, stresstolerantere Nutzpflanzen zu entwickeln. Der nächste von Yue Rui erwähnte Schritt besteht darin, denselben Mechanismus in Arten mit höherer Dürretoleranz zu beobachten und zu überprüfen, ob diese stabilere oder dichtere Verankerungspunkte aufweisen.
Weitere Informationen unter doi.org/10.1016/j.cell.2026.05.009
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