Kuhn und Unicampo präsentieren neue Produkte auf der Bahia Farm Show.
Der Stand präsentiert Maschinen, die auf Betriebseffizienz und die Reduzierung von Verlusten im Feldeinsatz ausgelegt sind.
Der Sojabohnenproduzentenverband von Mato Grosso do Sul (Aprosoja/MS) und das Famasul-System haben das Staatssekretariat für Umwelt, Entwicklung, Wissenschaft, Technologie und Innovation (Semadesc) gebeten, den Pflanzenschutzkalender für Sojabohnen in Mato Grosso do Sul zu überarbeiten. Der Vorschlag sieht vor, dass die Sojabohnenpflanzung zwischen dem 1. September und dem 15. Dezember erlaubt sein soll.
Um die phytosanitäre Sicherheit zu gewährleisten, schlagen die Institutionen außerdem vor, die Brachezeit auf den Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August anzupassen, um die 90 Tage ohne lebende Pflanzen auf dem Feld vollständig einzuhalten.
Laut Marcelo Bertoni, Präsident des Famasul-Systems, erfüllt die Überarbeitung des Pflanzenschutzkalenders die Anforderungen des Sektors, ohne die Krankheitsbekämpfung zu beeinträchtigen. „Diese Überarbeitung ist auf den Wunsch der Landwirte zurückzuführen und wurde mit technischer Unterstützung erarbeitet. Unser Ziel ist es, den Erzeugern bessere Aussaatbedingungen zu bieten, die phytosanitären Kriterien einzuhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Sojaanbaus in Mato Grosso do Sul zu stärken“, betont er.
Derzeit gilt in Mato Grosso do Sul ein Sojabohnenanbauverbot vom 15. Juni bis zum 15. September, während das offizielle Anbaufenster vom 16. September bis zum 31. Dezember ist.
Laut Jorge Michelc, dem Präsidenten von Aprosoja/MS, zielt der Vorschlag darauf ab, die Gesetzgebung an die aktuelle Realität der Landwirtschaft in Mato Grosso do Sul anzupassen. „Die Landwirtschaft hat sich in den letzten zwanzig Jahren deutlich weiterentwickelt. Heute verfügen wir über früher reifende Sorten, effizientere Bewirtschaftungsmethoden und technologisch hoch entwickelte Erzeuger. Wir schlagen daher eine notwendige Aktualisierung der Gesetzgebung vor, damit diese mit der Dynamik des Sektors Schritt hält, ohne die Pflanzenschutzsicherheit zu beeinträchtigen“, erklärt er.
Laut Andre Dobashi, Vizepräsident von Aprosoja/MS, optimiert der überarbeitete Anbaukalender die Planung der zweiten Maisernte und positioniert den Mais in einem günstigeren klimatischen Zeitfenster. „Durch die obligatorische Pflanzfrist bis zum 15. Dezember konnten wir die zweite Maisernte in das optimale Zeitfenster einordnen. Dies führt zu mehr betrieblicher Effizienz, reduziert Produktionsrisiken und erweitert die Erfolgsaussichten für die Landwirte in Mato Grosso do Sul“, betont er.
Laut Gabriel Balta, dem technischen Koordinator von Aprosoja/MS, werden mit dem Vorschlag die im Bundesstaat bereits etablierten phytosanitären Sicherheitskriterien beibehalten. „Die Beibehaltung der 90-tägigen Wartezeit und des Aussaattermins im Dezember gewährleistet, dass die phytosanitären Kontrollen weiterhin eingehalten werden. Ziel ist es, den Kalender an die aktuelle Dynamik des Feldes anzupassen und dabei genetische Entwicklungen, Bewirtschaftung und Produktionsplanung zu berücksichtigen“, betont er.
Ein weiterer von den Organisationen hervorgehobener Punkt ist die Vereinheitlichung des landwirtschaftlichen Kalenders im gesamten Bundesstaat. Derzeit können regionale Unterschiede bei den Pflanzzeiten und den sanitären Pausen die Bildung sogenannter „grüner Brücken“ begünstigen, die das Überleben und die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten zwischen den Regionen ermöglichen.
Der Vorschlag wird von Embrapa Agropecuária Oeste, Fundação MS und Fundação Chapadão technisch unterstützt. Die Stellungnahmen dieser Institutionen bestätigen, dass die phytosanitären Risiken durch die strikte Einhaltung der 90-tägigen Hygienepause und der Aussaatfrist bis Mitte Dezember weiterhin beherrschbar sind.
Studien zeigen außerdem, dass die Aktualisierung des Pflanzkalenders zur Bekämpfung des asiatischen Sojabohnenrosts, zur Eindämmung von Ausfallpflanzen und zur besseren Anpassung an die aktuellen Feldbedingungen beiträgt.
Trotz der technischen Argumente für eine Änderung betonen Forscher, dass eine Anpassung des Anbaukalenders die Einhaltung der landwirtschaftlichen Klimarisikozonen (Zarc) nicht überflüssig macht. Die Entscheidung über den Pflanzbeginn hängt weiterhin von der individuellen Analyse jedes einzelnen Erzeugers ab, wobei Faktoren wie Bodentyp, Feuchtigkeit, Sortenzyklus und die spezifischen Klimabedingungen der jeweiligen Region berücksichtigt werden müssen.
Zusätzlich zum der Landesregierung vorgelegten Protokoll wird Aprosoja/MS in den kommenden Wochen auch an nationalen Fachdiskussionen zu diesem Thema teilnehmen. Diese Woche werden Vertreter der Organisation in Londrina (PR) bei Embrapa Soja anwesend sein, um an der Wahl des neuen Leiters der Institution teilzunehmen. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Debatten über die Zonierung der Landwirtschaft, die Produktivität und die Auswirkungen der Frühsaat auf das Produktionssystem.
Das Thema wird auch bei Treffen der Sektorkammer der Sojabohnen-Produktionskette angesprochen werden, darunter ein Treffen mit dem Landwirtschaftsministerium in Brasília, sowie bei neuen technischen Treffen, die für Ende Juni und August geplant sind.
Laut Andre Dobashi belegt die Teilnahme von Aprosoja/MS an den Diskussionen die enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit den wichtigsten Forschungs- und Entwicklungszentren des Landes. „Wir verfolgen aufmerksam Studien zur Sojabohnen-Produktionskette und den Auswirkungen der Agrarzonierung für Klimarisiken. Es handelt sich um eine fachliche Diskussion, die gemeinsam mit Forschungseinrichtungen geführt wird und sich auf Produktivität, Nachhaltigkeit und Sicherheit für ländliche Erzeuger konzentriert“, so sein Fazit.
Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail