Die Agrarwirtschaft wird 2025 die meisten Insolvenzanträge in Brasilien stellen.
In diesem Sektor befindet sich die größte Anzahl von Unternehmen in Umstrukturierungsphasen, und zwar in einem Umfeld hoher Volatilität und hoher Kosten.
Aprosoja/MS hat seine Produktivitätsprognose für die Sojabohnenernte 2025/2026 in Mato Grosso do Sul nach oben korrigiert. Laut Daten des Siga-MS-Projekts ist der Durchschnittsertrag im Bundesstaat von 52,8 auf 61,7 Säcke pro Hektar gestiegen.
Das neue Niveau entspricht einem Anstieg von 19,2 % gegenüber der vorherigen Ernte. Damit könnte die staatliche Produktion 17,7 Millionen Tonnen erreichen, ein Plus von 26,3 % gegenüber dem Zyklus 2024/2025. Die Anbaufläche blieb mit 4,7 Millionen Hektar unverändert, was einem Wachstum von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Laut Flavio Aguena, technischem Berater von Aprosoja/MS, basiert die Revision auf einer Produktivitätsstichprobe, die in 19,5 % des Gebiets durchgeführt wurde. „Die Zahlen können sich noch ändern, da sie vom Abschluss der Studie zur Landnutzung und Bebauung sowie vom Fortschritt der Grundstückserhebung abhängen“, erklärt er.
Laut Siga-MS war die Sojabohnenernte in Mato Grosso do Sul bis zum 3. April in der Nordregion zu 74,1 %, in der Zentralregion zu 85,5 % und in der Südregion zu 98,4 % abgeschlossen. Insgesamt wurden im Bundesstaat bereits rund 4,3 Millionen Hektar abgeerntet.
Mit dem Fortschreiten der Sojabohnenernte schreitet auch die Aussaat der zweiten Maisernte zügig voran. Bislang wurden 2,1 Millionen Hektar bestellt, was 95,3 % der geplanten Fläche im Norden, 93,1 % in der Mitte und 99,6 % im Süden entspricht.
Die Schätzung für die zweite Maisernte 2025/2026 geht von einer Anbaufläche von 2,2 Millionen Hektar aus, was einem Anstieg von etwa 3 % gegenüber dem vorherigen Zyklus entspricht. Die durchschnittliche Produktivität wird hingegen auf 84,2 Säcke pro Hektar prognostiziert, ein Rückgang von 22,4 % gegenüber der letzten Ernte.
Damit dürfte die Produktion 11,1 Millionen Tonnen erreichen, ein Volumen, das 20,1 % niedriger ist als das im Jahr 2024/2025 erzielte.
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