Konsortium mit den Niederlanden könnte Bioinput in Brasilien steigern

Am 10. veranstaltet Embrapa Meio Ambiente in Jaguariúna (SP) ein Symposium, um die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu diskutieren.

07.10.2025 | 17:51 (UTC -3)
Cristina Tordin
Foto: Zayame Vegette
Foto: Zayame Vegette

Embrapa Meio Ambiente veranstaltet am 10. Oktober von 8:45 bis 12:00 Uhr in Jaguariúna (SP) das Symposium „Bioinputs: Aufbau des niederländisch-brasilianischen Konsortiums für Innovation“, das vom Forscher Wagner Bettiol und dem Analysten Gabriel Mascarin, beide von Embrapa Meio Ambiente, und von Professor Flavio Medeiros von der Federal University of Lavras (UFLA) koordiniert wird.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der UFLA und der Universität Wageningen über Wageningen Plant Research durchgeführt. Die Initiative ist Teil eines einjährigen Projekts, das darauf abzielt, Kooperationsbereiche zu kartieren, strategische Partner zusammenzubringen und die Bildung eines Konsortiums zu strukturieren, das sich in den kommenden Jahren auf die Entwicklung gemeinsamer Vorschläge für größere Projekte im Bereich Bioinputs konzentriert.

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Bioinputs in Brasilien und der Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Land und Europa koordiniert die Universität Wageningen den Aufbau eines Forschungsnetzwerks zur Entwicklung makro- und mikrobiologischer Lösungen für die biologische Schädlingsbekämpfung und Biostimulanzien in landwirtschaftlichen Systemen. Das Symposium bietet 200 Teilnehmern kostenlose Plätze.

Das Programm beginnt mit einer Eröffnungsrede von Robson Barizon, stellvertretender Leiter für Forschung und Entwicklung bei Embrapa Environment. Von 9:30 bis 9:45 Uhr spricht Flavio de Medeiros (UFLA) zum Thema „Biokontrolle oder Biostimulans? Ist es sinnvoll, das Potenzial eines mikrobiellen Biostimulans zu ignorieren?“. Direkt im Anschluss stellt Gabriel Mascarin Fortschritte bei der Herstellung von Biokontrollmitteln vor. Der Vormittag wird mit einer interaktiven Kaffeepause fortgesetzt, um den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer zu fördern.

Anschließend wird Rodrigo Mendes von Embrapa Environment die Anwendung des Mikrobioms bei der Bekämpfung von Pflanzengesundheitsproblemen beleuchten; Emanuele Diniz von Vigna wird sich mit dem Registrierungsprozess für biologische Schädlingsbekämpfungsmittel in Brasilien befassen. Auf der Tagesordnung steht außerdem ein Vortrag von José Eduardo Marcondes (Biologisches Institut), der die Bedeutung von Referenzspezifikationen für die Weiterentwicklung der biologischen Schädlingsbekämpfung im Land erörtern wird; und ein Vortrag von Marcos Faria von Embrapa Genetic Resources and Biotechnology, der die brasilianische Gesetzgebung im Zusammenhang mit Bioinputs erörtern wird.

Im Anschluss an die Vorträge findet eine von Wagner Bettiol koordinierte Sitzung statt, bei der jeder an Diskussionen über die zukünftigen Erwartungen an Bioinputs in Brasilien teilnehmen kann.

Laut Flávio Medeiros von der UFLA gibt es derzeit mehrere Zulassungsverfahren für die Registrierung eines Bioinputs, sei es als Inokulant oder als Bioabwehrmittel. „Allerdings“, so Medeiros, „findet man häufig Mikroorganismen, die der Pflanze mehr als einen Nutzen bringen; sie können beide Funktionen erfüllen, zum Beispiel die Wurzelbildung fördern, aber auch Krankheiten bekämpfen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen muss sich für einen der Zulassungsverfahren entscheiden, um sein Produkt zu vermarkten. Unabhängig vom gewählten Weg wird es die Vorteile der Technologie nicht voll ausschöpfen können – ein Konzept, das ich als regulatorische Falle betrachte“, schätzt er ein.

„Auf der Veranstaltung werden wir mehrere Szenarien vorstellen, in denen regulatorische Auflagen den Nutzen eines mikrobiellen Bioinputs einschränken können, und die Auswirkungen dieser regulatorischen Falle auf die Pflanzenentwicklung und die Produktionskosten aufzeigen“, betont er.

Damit Brasilien weiterhin eine führende Rolle bei der Produktion und Nutzung von Biowirkstoffen behält, sind laut Bettiol hohe Investitionen in Forschung und Ausbildung erforderlich. Dieses Projekt bietet eine hervorragende Gelegenheit, sowohl die Forschung als auch die Ausbildung im Bereich Bioinputs in Brasilien zu verbessern, da es das Potenzial hat, strategische Partner aus verschiedenen Teilen der Welt zusammenzubringen.

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