Kieselsäure zeigt anhaltende Wirksamkeit gegen Vorratsschädlinge

Studie zeigt: Kombination von Kieselsäure mit Insektiziden verbessert Insektenkontrolle

23.09.2025 | 16:03 (UTC -3)
Revista Cultivar
- Foto: Joseph Berger
Sitophilus oryzae - Foto: Joseph Berger

Forscher bewerteten die Wirksamkeit verschiedener Formulierungen von amorphem Siliciumdioxid, Malathion e Pirimiphosmethyl (Pirimiphos-methyl) contra Sitophilus oryzae (Reiskäfer) und Tribolium castaneum (Brauner Käfer). Ihr im Labor durchgeführtes Experiment simulierte Lagerbedingungen mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Expositionsdauer.

Die isolierte Anwendung von amorphem Siliziumdioxid – insbesondere der pyrogenen Art mit ultrafeinen Partikeln – zeigte eine hohe Sterblichkeit in Umgebungen mit geringer Luftfeuchtigkeit (12 %).

Feuchtigkeit verringert die Wirksamkeit

Eine Erhöhung der Getreidefeuchtigkeit auf 15 % reduzierte die Wirkung aller getesteten Pulver deutlich.

In feuchteren Umgebungen verliert Kieselsäure ihre abrasive Wirkung und ihre Haftung gegenüber Insekten. Dies schränkt ihre trocknende Wirkung, den wichtigsten Kontrollmechanismus, ein.

Dennoch behielten einige Arten von Kieselsäure eine akzeptable Leistung bei.

Insektizide verbessern die Leistung

Auch die Wirksamkeit herkömmlicher Insektizide wurde untersucht. Sowohl Malathion als auch Pirimiphos-Methyl zeigten bei alleiniger Anwendung auf Talkum mit der Zeit eine geringere Wirksamkeit, insbesondere bei feuchterem Getreide.

- Foto: Peggy Greb
Tribolium castaneum - Foto: Peggy Greb

In Kombination mit Kieselsäure zeigten die beiden Produkte jedoch eine synergistische Wirkung. Durch die Kombination mit Kieselsäure konnten die erforderlichen tödlichen Dosen erheblich reduziert werden.

Restwirksamkeit

Die Wirksamkeitstests wurden über einen Zeitraum von 25 Wochen durchgeführt. Kombinationen aus Kieselsäure und Insektiziden hielten die hohe Schädlingssterblichkeit länger aufrecht.

Pirimiphosmethyl auf Kieselsäure garantierte selbst nach sechs Monaten bei 12 % Luftfeuchtigkeit eine Mortalität von über 90 %. Malathion allein verlor nach 17 Wochen seine Wirksamkeit vollständig.

Bei Getreide mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 15 % nahm die Gesamtleistung ab. Dennoch blieb bei Pirimiphosmethyl in Kieselsäure nach 25 Wochen eine Mortalitätsrate von etwa 47 % bestehen, verglichen mit nur 10 % bei alleinigem Einsatz des Produkts. Kieselsäure allein behielt eine Teilwirkung, wobei die Mortalitätsraten je nach Art und Feuchtigkeitsgehalt zwischen 10 % und 60 % lagen.

Kieselsäure verstärkt Insektizide

Die Forschung unterstreicht die Rolle von Kieselsäure als physikalisches und synergistisches Mittel zur Bekämpfung von Vorratsschädlingen. Ihre Fähigkeit, die Insektenkutikeln zu schädigen, erleichtert das Eindringen von Insektiziden. Dies ermöglicht die Verwendung geringerer Dosen mit länger anhaltender Wirkung und einem geringeren Risiko toxischer Rückstände in Lebensmitteln.

Die Autoren betonen, dass eine vollständige Sterblichkeit zwar nicht immer notwendig ist, die Reduzierung der Populationen auf ein Niveau unterhalb der wirtschaftlichen Schwelle jedoch bereits einen wirksamen Schutz für das gelagerte Produkt darstellt. Darüber hinaus hinterlässt die Verwendung von amorphem Siliziumdioxid, das von der FAO/WHO als sicher eingestuft wird, keine unerwünschten Rückstände und kann in Programme zur integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM) integriert werden.

Weitere Informationen unter doi.org/10.3390/insects16090981

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