Innovation prägt die Diskussionen bei der Eröffnung der Reisernte 2026.

Das Programm umfasst Podiumsdiskussionen, die sich mit dem Markt, der Einkommensdiversifizierung und der Wirtschaft in Capão do Leão (RS) befassen werden.

12.01.2026 | 15:53 (UTC -3)
Ieda Risco, Ausgabe des Cultivar Magazine
Foto: Jô Folha
Foto: Jô Folha

Die offizielle Eröffnung der Reis- und Getreideernte im Tiefland findet vom 24. bis 26. Februar in ihrer 36. Auflage an der Embrapa-Versuchsstation für Klimatisiertes Tiefland in Capão do Leão (RS) statt und bietet neben technischen Aktivitäten auch Wissensaustausch. In diesem Jahr wird die Veranstaltung in einem anderen Format abgehalten: Am ersten Tag erfolgt die institutionelle Eröffnung, am dritten Tag die symbolische Ernte der Breno-Prates-Ernte zum Abschluss.  

Mit dem Ziel, das Engagement des Reissektors für eine kritische Analyse des aktuellen Szenarios und die Entwicklung von Alternativen für die Zukunft der Branche zu stärken, organisiert der Verband der Reisbauernvereinigungen von Rio Grande do Sul (Federarroz), der Veranstalter der Veranstaltung, eine Reihe von Debatten im Frederico Costa Auditorium. Diese bringen Führungskräfte, Experten und Vertreter verschiedener Glieder der Produktionskette zusammen und konzentrieren sich auf Markt, Einkommen, Wirtschaft, Innovation, Genossenschaftswesen und Wettbewerbsfähigkeit.

Zu den zentralen Themen gehört die Verbindung zwischen Anbau und Markt, mit Analysen des aktuellen Produktionsumfelds, der Perspektiven für Reisbauern und der Rolle von Institutionen beim Aufbau nachhaltiger Strategien. Das Programm umfasst außerdem relevante institutionelle Veranstaltungen für den Sektor, wie die Ehrung „Pá do Arroz“ und das Treffen der Reishandelskammer, die den Dialog zwischen Erzeugern, Institutionen und Behörden stärken.

Die Einkommensdiversifizierung erweist sich als einer der strategischen Schwerpunkte der Debatten. In Panels werden produktive und energetische Alternativen erörtert, die den Reisanbau ergänzen können. Ziel ist es, Erfahrungen und Modelle vorzustellen, die die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben stärken, insbesondere angesichts wiederkehrender Herausforderungen.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms ist die eingehende Diskussion über Finanzen, Wirtschaft und Management. Es werden Fallstudien aus der Wirtschaft und makroökonomische Analysen vorgestellt sowie Überlegungen zu den Auswirkungen der Steuerreform auf die Reisproduktionskette angestellt – ein Thema, das für die Planung und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors in den kommenden Jahren als entscheidend gilt.

Der Austausch internationaler Erfahrungen und die Förderung von Innovationen sind ebenfalls Teil des Veranstaltungsinhalts. Dabei werden Ansätze für Forschung, Entwicklung neuer Sorten und sensorische Analysen von Reis vorgestellt, um den Blick der Erzeuger auf globale Trends und Differenzierungsmöglichkeiten zu erweitern.

Genossenschaften und die Erschließung des internationalen Reismarktes in Rio Grande do Sul stehen im Mittelpunkt von Panels, die erfolgreiche Exportbeispiele präsentieren und die Rolle der Genossenschaften als Akteure für Organisation, Skalierung und den Zugang zu neuen Märkten unterstreichen. Abgerundet wird das Programm durch Reflexionen über die Herausforderungen und Perspektiven der brasilianischen Agrarwirtschaft, wobei die Reiswertschöpfungskette im nationalen Kontext betrachtet wird.

Der Präsident von Federarroz, Denis Dias Nunes, betont, dass die von der Organisation für die diesjährige Harvest Opening zusammengestellten Vorträge und Podiumsdiskussionen das Engagement für die Zukunft des Sektors unterstreichen. „Jedes Thema wurde so gewählt, dass es den Erzeugern das bietet, was wirklich zählt: qualifizierte Schulungen, fundierte Analysen und konkrete Lösungsansätze für ein zunehmend herausforderndes Umfeld“, erklärt er.

Laut Nunes bringen diese Debatten die Praxis näher an den Markt heran, stärken die Verbindung zwischen Forschung und Produktion und erweitern die Entscheidungskompetenz der Akteure im Agrarsektor. „Indem wir Führungskräfte, Experten und Institutionen, die die brasilianische Landwirtschaft prägen, zusammenbringen, schaffen wir ein Umfeld für den Dialog, das den Reisanbau in Rio Grande do Sul inspiriert, lenkt und zu einer neuen Wettbewerbsfähigkeit verhilft. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen sind nicht nur Teil des Programms, sondern ein strategisches Instrument, um den Sektor vorzubereiten, Visionen aufeinander abzustimmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die die Nachhaltigkeit und das Wachstum unserer Produktionskette in den kommenden Jahren gewährleisten“, fügt der Branchenführer hinzu.

Neben dem Programm im Frederico-Costa-Auditorium bietet die Eröffnung der Erntesaison eine Innovationsarena. Dort werden Themen wie Innovationen in der Landwirtschaft, weibliche Führungskräfte in der Agrarwirtschaft und eine Vortragsreihe zur Tierhaltung diskutiert. Auch der Gastgeber Embrapa gestaltet die Veranstaltung mit Podiumsdiskussionen an seinem Stand.

Die 36. offizielle Eröffnung der Reis- und Getreideernte im Tiefland steht unter dem Motto „Aktuelles Szenario und Perspektiven: Verbindung von Feld und Markt“.

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