Hagel verursacht Schäden an Obstgärten und Weinbergen in Rio Grande do Sul.

Emater berät Landwirte zu Pflanzenregenerationsmaßnahmen und zur Vorbeugung von Pilzkrankheiten.

07.11.2025 | 14:59 (UTC -3)
João Vicente Ribas, Ausgabe des Cultivar Magazine

Der Hagelsturm, der am vergangenen Montag (3. November) die Region Sarandi in Rio Grande do Sul heimsuchte, verursachte Schäden an Weinbergen und Obstplantagen. Die Erzeuger suchten daraufhin nach technischer Beratung für die Bewirtschaftung der betroffenen Gebiete. Um die Landwirte zu unterstützen, entwickelte der Önologe und Landwirtschaftsberater von Emater/RS, Thompsson Didoné, praktische Empfehlungen zur Schadensbewertung und zur Regeneration der Pflanzen.

Laut Didoné besteht die erste Maßnahme nach einem Hagelsturm darin, kupferhaltige Produkte in Kombination mit einem Haftmittel aufzutragen. „Ziel ist es, der Pflanze zu helfen, die Wunden so schnell wie möglich zu heilen und Nekrosen sowie übermäßigen Energie- und Nährstoffverbrauch zu verhindern“, erklärt er. Diese Vorgehensweise reduziert zudem das Risiko der Ausbreitung pathogener Pilze in den betroffenen Bereichen.

Der Berater betont, dass die Bestimmung des phänologischen Stadiums der Kulturpflanze für die Festlegung der Bewirtschaftungsmaßnahmen unerlässlich ist. Bei Weinreben ist die Blütephase die kritischste. „Hagelschäden unterbrechen die Produktion von Photoassimilaten und können zum Absterben vegetativer Organe führen. Sobald das Wurzelsystem keine Photoassimilate mehr aus der Laubwand erhält, beginnt ein Degenerationsprozess, der vor allem die Feinwurzeln betrifft“, erklärt er.

Die Entscheidung über die Bewirtschaftung der Obstplantagen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter der Plantage, der wirtschaftlichen Lage des Betriebs, dem Anteil befallener Früchte, dem Ausmaß des Schadens, dem Reifestadium der Früchte, dem Verwendungszweck der Erzeugnisse und dem technologischen Stand der Region. „Generell empfiehlt es sich, beschädigte Früchte zu entfernen, damit die Pflanze keine Energie an nicht keimfähige Früchte verschwendet, sondern diese in die Regeneration investieren kann“, rät Didoné.

Bezüglich des Baumschnitts betont der Fachmann, wie wichtig es ist, die Wuchskraft der Zweige zu beobachten. In stark geschädigten Obstgärten oder Weinbergen sollten schwachwüchsige Zweige vollständig entfernt werden. Bei mäßiger Wuchskraft empfiehlt sich ein Rückschnitt unter Erhalt einer einzelnen Grundknospe. Kräftigere und wüchsigere Zweige können mit zwei oder drei Grundknospen erhalten bleiben.

„In stark betroffenen Weinbergen sollte der Fokus auf der Erholung der Pflanzen liegen und nicht darauf, in diesem Jahr noch eine Ernte zu erzielen“, betont der Berater. „Idealerweise sollten die Bemühungen darauf ausgerichtet sein, die Schäden zu heilen, Stress abzubauen und den Austrieb anzuregen, um das Ertragspotenzial für zukünftige Ernten zu sichern“, schließt er.

Sorten-Newsletter

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail

auf die WhatsApp-Gruppe zugreifen
Newsletter-Hintergrund

Sorten-Newsletter

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail