PR 2025/26 Ernte: Feld verzeichnet bereits erste Anpflanzungen
Die Anbaufläche für Bohnen nimmt ab, der Maisanbau gewinnt an Boden und der Sojaanbau dürfte in den kommenden Wochen beginnen.
Die Reisproduktion in Rio Grande do Sul wird in der nächsten Ernte voraussichtlich um 8 % zurückgehen, während die nationale Produktion um etwa 30 % zurückgehen könnte, so Schätzungen, die am Mittwoch (27. August) während des Treffens „Tá na Mesa – Gestão no mercado: as consequências de nossa pedidos“ (Take the Table – Marktmanagement: Die Konsequenzen unserer Entscheidungen) veröffentlicht wurden. An der Debatte nahmen Rodrigo Sousa Costa, Präsident von Federasul, teil; Gedeão Pereira, Präsident von Farsul; Alexandre Velho, Präsident von Federarroz; und Antônio da Luz, Chefökonom bei Farsul und CEO von Agronomey.
Für Rodrigo Sousa Costa ist dies ein entscheidender Zeitpunkt für die Erzeuger, ihre Anbaugebiete festzulegen, da diese Entscheidung den Umsatz in den nächsten zwei Jahren beeinflussen wird. „Der Markt steckt in einer Krise, die Preise fallen. Wichtig ist, jetzt, im September, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, betonte er.
Der Ökonom Antônio da Luz fügte hinzu, dass die nationale Produktion im Jahr 2025 voraussichtlich einen Überschuss von 2,12 Millionen Tonnen aufweisen wird, der zur Ernte des nächsten Jahres hinzugerechnet wird, was das Angebot weiter verknappt. Zu den Faktoren, die zu diesem Überschuss beitragen, gehört der Rückgang des Pro-Kopf-Reisverbrauchs, der in diesem Jahr voraussichtlich von 34 Kilogramm auf 29 Kilogramm pro Person sinken wird. „Jeder Produzent muss seinen eigenen Weg finden. Es ist noch Zeit, Anpassungen vorzunehmen, um Krisen zu vermeiden“, erklärte er.
Gedeão Pereira schätzte, dass dies aufgrund der Klimaauswirkungen, der Kapitalknappheit und der Verschuldung der Erzeuger eine der schwierigsten Zeiten für die Agrarwirtschaft in Rio Grande do Sul sein könnte. Er kritisierte zudem die mangelnden Maßnahmen der Bundesregierung zur Linderung der Situation. Laut Pereira werden die Umsätze auf der Expointer, die am kommenden Samstag (30. August) beginnt, voraussichtlich geringer ausfallen, was die geringere Investitionskapazität der Landwirte widerspiegelt.
Alexandre Velho betonte, wie wichtig es sei, vor der Ausweitung der Anbaufläche neue Märkte zu erschließen. „Diese Tätigkeit erfordert zunehmend Professionalität und Rationalität, um die Produktivität zu gewährleisten. Die Entscheidung über die Fläche ist individuell, die Auswirkungen sind jedoch kollektiv“, fügte er hinzu.
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