Blattläuse verringern die Attraktivität weiblicher Blüten für nächtliche Bestäuber
Brachycaudus lychnidis-Befall verändert die Blütenmerkmale auf spezifische Weise
Das mögliche Auftreten von Frost im Winter in Rio Grande do Sul weckt die Aufmerksamkeit der Gemüsebauern, die bereit sein müssen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Produktivität und Qualität ihres Gemüses zu erhalten. Frost verursacht erhebliche Schäden an den Pflanzen, darunter Blattbrand, Wachstumsstörungen und sogar Absterben, insbesondere in sensiblen Phasen wie der Blüte und Fruchtbildung.
„Gefrierendes Wasser in Pflanzenzellen kann die Zellwände zerstören, was zu physischen Schäden und Nekrosen führen kann“, erklärt Gervásio Paulus, Berater und technischer Koordinator für Gemüseanbau in Emater/RS. „Eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung ist in dieser Zeit unerlässlich, um die Auswirkungen der niedrigen Temperaturen zu minimieren, Ernteverluste zu vermeiden und die Produktionskontinuität zu gewährleisten“, betont er und weist darauf hin, dass einfache Techniken, richtig angewendet, die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Aktivitäten während der extremen Kälte verbessern können.
Laut Paulus „beeinträchtigen zu dieser Jahreszeit übermäßige Feuchtigkeit, Frost und geringe Lichtverhältnisse die Photosynthese der Pflanzen und behindern ihre Entwicklung, was das Auftreten von Fäulnis sowie Pilz- und Bakterienkrankheiten begünstigt.“
Der Gemüseanbau im Bundesstaat erstreckt sich über mehrere Regionen, wobei Campos de Cima da Serra ein wichtiges Zentrum für den Gemüseanbau darstellt. Gemeinden wie São Francisco de Paula, Bom Jesus und São José dos Ausentes sind im Kartoffel- und Brokkolianbau führend und dienen als Maßstab für diese Kulturen.
Auch andere Regionen sind im Gemüseanbau stark vertreten. Die Regionen Serra, Süd, Nordwest und Nordost konzentrieren sich auf den Zwiebelanbau, insbesondere in Städten wie São José do Norte, Tavares und Nova Pádua. Tomaten werden in Caxias do Sul, Nova Bassano und Pelotas angebaut, während Maniok in Gemeinden wie Santo Antônio da Patrulha, Novo Hamburgo und São José do Hortêncio beliebt ist. Blattgemüse wiederum wird in verschiedenen Gebieten des Staates angebaut, insbesondere in Santa Rosa, Maquiné und Caxias do Sul.
Laut dem jüngsten Emater/RS Conjuntural Newsletter berichten Erzeuger in der Region Santa Rosa, dass sich die Vegetation noch nicht von den Auswirkungen des starken Frosts erholt hat und dass ein großer Teil der Ernte vernichtet wird, um unbeschädigte Setzlinge anzupflanzen.
Frost erfordert die Anwendung bewährter Methoden im Gemüseanbau, um Produktionsverluste zu vermeiden. Einfache, richtig angewandte Techniken können die negativen Auswirkungen niedriger Temperaturen auf Gemüse deutlich reduzieren.
Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören der Einsatz von Abdeckungen wie Tunneln und Gewächshäusern, ausreichende Bewässerung zu strategischen Zeitpunkten und die Auswahl kältetoleranterer Sorten. Die spezialisierte technische Beratung durch die Berater von Emater/RS ist ein wichtiger Verbündeter, um Landwirten zu helfen, ihre Bewirtschaftungspraktiken an widrige Wetterbedingungen anzupassen, Produktivität und Lebensmittelqualität zu erhalten und das Einkommen der Bauernfamilien zu sichern.
„Bei geschützten Kulturen ist das Risiko, dass die Produktion durch Wetterereignisse beeinträchtigt wird, geringer, da die Umgebungstemperatur ein bis zwei Grad über der Außentemperatur liegt. Dies reicht aus, um die Auswirkungen von Frost auf das Gemüse zu verhindern“, betont Paulus.
Einige Gemüsesorten wie Salat, Rucola, Grünkohl, Spinat und andere Blattgemüse reagieren empfindlicher auf plötzliche Temperaturschwankungen und erfordern daher bei Frost besondere Aufmerksamkeit. Die Produktionsplanung auf Grundlage von Wettervorhersagen und Kalendern ist ebenfalls ein wichtiges Instrument für die Entscheidungsfindung vor Ort.
„Emater berät die Produzenten und geht auf die Anforderungen ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der technischen Unterstützung und der Verbreitung von Technologien, die den Anbau in einer geschützten Umgebung ermöglichen, sowie auf einem angemessenen Bewässerungsmanagement, das in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor ist“, fügt der Berater hinzu.
Emater/RS arbeitet mit Familienbauern durch persönliche Beratung, Workshops und technisches Material zusammen und stärkt so die präventiven Maßnahmen im Gemüseanbau. Ziel ist es, die Ernährungssicherheit der Familien zu gewährleisten, die Versorgung der lokalen Märkte aufrechtzuerhalten und zur Nachhaltigkeit der Tätigkeit auch bei widrigen Wetterbedingungen beizutragen.
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