Feuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung der Gelbfleckenkrankheit auf Weizen in Argentinien

Das Vorhandensein resistenter Sorten und idealer Wetterbedingungen erhöhen das Risiko von Ernteverlusten um bis zu 20 %.

07.10.2025 | 16:21 (UTC -3)
Cultivar Magazine, basierend auf Informationen von Aapresid
Foto: Aapresid
Foto: Aapresid

Mit dem Einsetzen der Regenfälle und der hohen Luftfeuchtigkeit bedroht die Gelbfleckenkrankheit in Argentinien erneut die Weizenernte der Ernte 2025. Die Krankheit, verursacht durch Fungo Drechslera tritici-repentis, findet ein günstiges Umfeld bei Temperaturen zwischen 18°C ​​und 28°C und langen Perioden mit Blattnässe. Auch das Vorhandensein von infiziertem Stroh aus früheren Ernten erhöht das Infektionsrisiko.

Die Phytopathologin Cristina Palacio vom Aapresid Pest Management Network warnt vor dem zunehmenden Risiko, insbesondere bei anfälligen Sorten. Symptome treten auf den Blättern auf, von der Bestockung bis zur Kornfüllung, mit gelben Flecken, die sich zu nekrotischen Läsionen entwickeln. Die Verringerung der photosynthetischen Fläche beeinträchtigt die Kornfüllung. In schweren Fällen können die Verluste bis zu 20 % betragen.

Gelbfleckenkrankheit bei Weizen 2023/24 in Argentinien: Auftreten der Krankheit (links); mit Fungiziden behandelte Oberfläche (rechts) – Quelle: Aapresid
Gelbfleckenkrankheit bei Weizen 2023/24 in Argentinien: Auftreten der Krankheit (links); mit Fungiziden behandelte Oberfläche (rechts) – Quelle: Aapresid

Die Krankheit erfordert eine genaue Diagnose, da sie mit anderen Blattflecken verwechselt werden kann. Die Verbreitung erfolgt durch Wind und Regenspritzer, was ihre schnelle Ausbreitung in der gesamten Ernte begünstigt.

Die Resistenz des Pilzes gegen Fungizide erhöht die Herausforderungen. Etwa 90 % der Isolate weisen bereits Kreuzresistenzen gegen alle Strobilurine auf, und auch die Bekämpfung mit Triazolen hat bei einigen Molekülen ihre Wirksamkeit verloren. Carboxamide bleiben ein wirksames Mittel, ihr Einsatz muss jedoch mit Strategien zur Resistenzbekämpfung vereinbar sein. Dazu gehören wechselnde Wirkweisen, der Einsatz von Mischungen und die Anwendung zum optimalen Zeitpunkt.

Zu den Empfehlungen gehören die Verwendung von gesundem Saatgut, Frucht- und Sortenwechsel sowie die Einführung von Biofungiziden und Multi-Site-Anbau als Alternativen im integrierten Management.

Klicken Sie hier, um herauszufinden, welche Fungizide gegen Drechslera tritici-repentis in Brasilien

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