FMC setzt auf eine neue Innovationswelle und erweitert sein Portfolio in Brasilien

Das Unternehmen bringt neue Moleküle auf den Markt, investiert in Biologika und verstärkt den Fokus auf Beziehungen

11.08.2025 | 11:26 (UTC -3)
Revista Cultivar

FMC Brasil tritt nach einer Umstrukturierung, die den Betrieb an die Nachkrisensituation im Agrarsektor angepasst hat, in eine neue Phase ein. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren fünf bis sechs neue synthetische Moleküle auf den Markt zu bringen. Als Standort eines der weltweit größten Versuchszentren des Unternehmens hat Brasilien direkten Einfluss auf die globale Entwicklung seines Portfolios.

Darüber hinaus ist die enge Zusammenarbeit mit den ländlichen Produzenten nach wie vor ein Markenzeichen von FMC. Das Unternehmen pflegt seit jeher eine enge Beziehung zum ländlichen Raum, insbesondere bei Nutzpflanzen wie Baumwolle und Zuckerrohr, wo es an der Entwicklung von Branchenorganisationen wie Abrapa beteiligt war. Laut Renato Guimarães (im Bild), Präsident von FMC Brasilien, ist diese Verbindung fester Bestandteil der Unternehmens-DNA, die unternehmerische Agilität, dauerhafte Partnerschaften und die kontinuierliche Bereitstellung neuer Technologien vereint.

Für die Ernte 2024/25 hat FMC bereits zwei Produkte auf den Markt gebracht: das Herbizid Isoflex (Bixlozone) unter den Marken Blau e Riese; und das Fungizid Fluindapyr mit dem Handelsnamen OnsuvaEs wird erwartet, dass es in der zweiten Ernte das größte Produkt des Unternehmens im Land wird.

Bis 2026 soll das Herbizid auf den Markt kommen Dodhylex (Tetflupirolimete), unter der Marke Keenali, mit Schwerpunkt auf Reis und Zuckerrohr. Darüber hinaus ist eine Mischung aus zwei Wirkstoffen für Sojabohnen und Mais geplant. Bis 2030 plant das Unternehmen unter anderem ein neues Fungizid für Asiatischer Sojabohnenrost (verursacht durch Phakopsora pachyrhizi).

Fortschritte bei Biologika

Auch das Segment der Biologika gewinnt an Bedeutung. FMC hat die Sofero Herbstpheromon, zugelassen zur vollflächigen Anwendung.

Laut Guimarães verhindert das Produkt die Fernkommunikation zwischen Männern und Frauen. Spodoptera frugiperda, was das Paarungsverhalten beeinflusst und die Kopulation und Eiablage reduziert. Das Ergebnis ist eine Kontrolle der Schädlingspopulation.

Es wird erwartet, dass der Anteil biologischer Wirkstoffe am brasilianischen Pflanzenschutzmarkt in den nächsten zehn Jahren von 6 bis 7 Prozent auf 15 bis 20 Prozent steigen wird. Die Produktionskosten dieser Produkte dürften sinken, was ihren Einsatz insbesondere in der tropischen Landwirtschaft begünstigt, wo Schädlings- und Krankheitszyklen durchbrochen werden müssen.

Daher stellt die Stärkung dieses Segments einen wichtigen Teil der Unternehmensstrategie dar. FMC setzt sich für die Kombination synthetischer, biologischer und digitaler Lösungen ein.

Im digitalen Bereich kartiert das Arc-Tool Schädlingsbefall und prognostiziert dessen Auftreten auf Feldern, wodurch vorbeugende Maßnahmen möglich werden. Die Technologie deckt bereits sieben Millionen Hektar im Land ab, sagt Renato Guimarães.

Neue Technologien

Um die Einführung neuer Technologien zu beschleunigen, gründete FMC an seiner Versuchsstation in Paulínia die Akademie der Wissenschaften. Innerhalb von zwei Jahren nahmen mehr als 3 Fachleute – darunter Forscher, Partner und Kunden – an Schulungen und technischen Besuchen teil. Ziel ist es, die Zeit bis zur Marktreife von Produkten zu verkürzen.

Der Präsident von FMC Brasilien gibt an, dass das Unternehmen zusätzlich 50 Millionen Real in Betriebs- und Vertriebsberater investiert, um die Nachfrage zu steigern. Die Hälfte des Umsatzes in Brasilien wird über Vertriebshändler erzielt, die auch beim Ausbau ihrer Außendienstpräsenz unterstützt werden.

Größter Wettbewerb

Im Wettbewerb mit Generika setzt FMC auf Innovation. Die Strategie umfasst die Einführung patentierter Produkte mit Mehrwert, aber auch die kosteneffiziente Konkurrenz auf dem Markt nach Ablauf des Patents.

Die Aussichten für die nächste Ernte sind optimistisch. Laut Guimarães sind bereits rund 30 bis 40 Prozent des Umsatzes für die zweite Jahreshälfte gesichert. Rekordernten bei Sojabohnen und Mais in der laufenden Saison stärken das Vertrauen und fördern den Einsatz von Technologie. Der Geschäftsführer ist überzeugt, dass brasilianische Landwirte weiterhin in Innovationen investieren werden, solange sie einen klaren Mehrwert sehen und Effizienz und Kosten in Einklang bringen.

Sorten-Newsletter

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail

auf die WhatsApp-Gruppe zugreifen