Landwirtschaftliche Produktion in Pará verzeichnet Wachstum von 16 %
Der Bruttoproduktionswert könnte bis Ende 2025 45,12 Milliarden R$ erreichen, einschließlich Ernteerträgen und Viehzucht.
Vor dem Hintergrund hoher Zinsen, wirtschaftlicher Unsicherheit und der am 6. August in Kraft getretenen US-Zölle auf Brasilien bringt der 14. Andav 2025-Kongress Ökonomen und Marktanalysten zusammen, um zentrale Fragen der brasilianischen Landwirtschaft zu diskutieren. Das diesjährige Programm umfasst Panels zu ländlichen Krediten, der Wirtschaft, Zollkriegen und den Herausforderungen auf dem Inputmarkt. Dies unterstreicht die strategische Rolle der Veranstaltung als Forum für die Vernetzung und Durchführung wichtiger Debatten in der Agrarwirtschaft.
Ein Höhepunkt ist das Panel „Credit in Distribution“, das am 11. August um 7 Uhr stattfindet und von Berater André Pessoa moderiert wird. Die Debatte befasst sich mit der digitalen Revolution, neuen Finanzlösungen und Strategien zur Ausweitung des Kreditzugangs in der Landwirtschaft. Zu den Diskussionsteilnehmern gehören Carlos Aguiar Neto (Direktor für Agrarwirtschaft bei Banco Santander), Filipe Paiva (Gründungspartner von Unibarter/Uniagro Group) und Moacir Teixeira (Gründungspartner von Ecoagro).
Für Teixeira ist es an der Zeit, die Rolle des Vertriebs als zentrales Bindeglied bei der Finanzierung ländlicher Erzeuger anzuerkennen. „Ich möchte über die strategische Rolle des Input-Vertriebs als zentrales Bindeglied bei der Finanzierung kleiner und mittlerer Erzeuger nachdenken. Dieses Bindeglied ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Kette und kann – und sollte – innerhalb der Kreditstruktur des Kapitalmarkts gestärkt werden. Der Vorschlag soll zeigen, wie dieser Kanal bewertet und in strukturiertere Finanzierungsmodelle integriert werden kann, um Vorteile für die gesamte Produktionskette zu schaffen“, sagt er.
In Bezug auf die aktuelle Kreditsituation im ländlichen Raum betont der Diskussionsteilnehmer die Herausforderungen und weist auf Lücken in der brasilianischen Agrarpolitik hin. „Die aktuelle Kreditsituation ist herausfordernd und wird durch hohe Zinsen und fiskalische Unsicherheiten belastet, die sich direkt auf die brasilianische Wirtschaft auswirken. Ein klares Beispiel dafür war die kürzliche Ankündigung des Ernteplans, der sich Jahr für Jahr mehr zu einem politischen Schaufenster als zu einer effektiven Kreditpolitik entwickelt, indem er sich auf freie Ressourcen konzentriert und keine Fortschritte bei der Diskussion über die für den Sektor so wichtige ländliche Versicherung erzielt. Dennoch bleibt die Landwirtschaft widerstandsfähig. Sie ist die wichtigste Säule der brasilianischen Exporte und bleibt auch angesichts von Turbulenzen in Bewegung“, erklärt Teixeira.
In der Sendung ist auch der Ökonom Sérgio Vale (MB Associados) zu Gast. Er analysiert die politische und makroökonomische Lage des Landes, einschließlich der Auswirkungen der von den USA verhängten Zollkrise. „Ich werde die aktuelle Wirtschaftslage und die Auswirkungen der Zollkrise auf die brasilianische Wirtschaft sowie die allgemeinen Folgen der US-amerikanischen Maßnahmen für die Welt kommentieren. Ich werde auch auf innenpolitische Themen eingehen, die die Vermögenspreise beeinflussen, wie die Haushaltslage und die Wahlen im nächsten Jahr“, erklärt er. Sérgio Vales Vortrag findet am 6. August um 10:XNUMX Uhr statt.
Ein weiterer mit Spannung erwarteter Redner ist Carlos Cogo (geschäftsführender Gesellschafter von Cogo Inteligência em Agronegócio), der einen Überblick über die Ernte 2025/2026 geben und dabei die Auswirkungen der internationalen Geopolitik, der Produktionskosten und neuer Marktchancen hervorheben wird. „Wir werden zwei Haupttreiber diskutieren: die Verschärfung des Zollkriegs zwischen den Großmächten und die Folgen des neuen Konflikts im Nahen Osten – beide mit direkten Auswirkungen auf den internationalen Rohstoffhandel, die Inputkosten und die globalen Logistikströme“, sagt Cogo, dessen Vortrag am 5. August um 14 Uhr stattfindet.
Auf der Tagesordnung steht außerdem das Panel „Distributor: Marktzugang“, moderiert von Alberto Yoshida (Adubos Real), das Branchenführer wie Angelo Siqueira (Crop Agrícola), Benhur Vione (3tentos), Mario Augusto (Agroshop) und Ricardo Bonacin (Núcleo Agrícola) zusammenbringt. „Unser Panel unterstreicht die strategische Rolle des Vertriebs, der mehr als nur Input für das Feld liefert, sondern auch Vertrauen, Vorhersehbarkeit und Ergebnisse schafft. Dies ist es, was langfristige Beziehungen stützt. Wir werden hier die Bedeutung von professionellem Management, Organisation und Governance diskutieren“, erklärt Yoshida.
Zum Abschluss der Plenarsitzung des ANDAV-Kongresses werden die über 1.500 Teilnehmer ab 15 Uhr einem Vortrag des Ökonomen Ricardo Amorim zuhören. Er wird zum Thema „Brasilianische Agrarökonomie: Chancen und Transformationen“ sprechen.
Mit Themen, die die aktuellen Herausforderungen und Chancen in der Landwirtschaft widerspiegeln, hat sich der Andav-Kongress als wichtigstes Diskussionsforum zur Verteilung von Betriebsmitteln in Brasilien etabliert und bringt Unternehmen, Investoren und Produzenten zusammen, die auf der Suche nach Lösungen für einen sich ständig verändernden Markt sind.
Der ANDAV-Kongress findet bereits zum 14. Mal statt und steht unter dem zentralen Thema „Brasilianische Agrarwirtschaft: Die transformierende Kraft“. Damit wird Brasiliens strategische Rolle in der globalen Agrarwirtschaft und die transformative Kraft des Sektors unterstrichen. Mit vier Pavillons und über 24 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert die Veranstaltung 250 ausstellende Marken und wird voraussichtlich 14 Besucher anziehen.
Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail