Inmet: Wettervorhersage für Dienstag (7.) und Mittwoch (8.)
In Brasilien herrscht zwischen Dienstag und Mittwoch trockenes Wetter; Frost im Süden und niedrige Luftfeuchtigkeit sind die Hauptmerkmale.
Brasilianische Baumwollexporte erreichten im Juni 2026 ein Rekordvolumen. Dies geht aus Daten des Außenhandelssekretariats (Secex) des Ministeriums für Entwicklung, Industrie, Handel und Dienstleistungen (MDIC) hervor, die am 3. Juli veröffentlicht wurden. Brasilien exportierte 217 Tonnen Baumwolle, ein Plus von 63,4 % gegenüber Juni 2025. Die Exporterlöse beliefen sich auf 350,6 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 64,1 % im gleichen Zeitraum. Laut dem Nationalen Verband der Baumwollexporteure (Anea) unterstreichen die Juni-Zahlen die Bedeutung brasilianischer Baumwolle auf strategischen Märkten in Asien und dem Nahen Osten.
Die monatliche Leistung knüpft an ein historisch starkes erstes Halbjahr an, in dem Brasilien seine hohen Faserexporte beibehält. Bangladesch, die Türkei, Pakistan und Vietnam trugen zusammen 71,1 % zu den monatlichen Lieferungen bei und unterstreichen damit die Bedeutung dieser Zielländer für die Aufrechterhaltung der brasilianischen Exportleistung. Das Ergebnis bestätigt das starke Exporttempo im ersten Halbjahr. Bereits im Laufe des Monats deuteten erste Daten auf einen möglichen neuen Rekord für Juni hin, der die im Juni 2024 verzeichneten 160,4 Tonnen übertreffen könnte.
Laut Dawid Wajs, Präsident von Anea, markiert das Ergebnis im Juni auch den positiven Abschluss des Handelszyklus 2025/2026, der in der Branche von Juli 2025 bis Juni 2026 läuft. „Trotz eines schleppenden Erntebeginns aufgrund allgemeiner Verzögerungen konnte Brasilien über den gesamten Zeitraum hinweg hohe Mengen exportieren und in sieben der zwölf Erntemonate – Oktober, November, Dezember, März, April, Mai und Juni – monatliche Exportrekorde erzielen“, berichtet er. „Es war eine sehr gute Ernte von Anfang bis Ende. Selbst mit einem schwächeren Start konnte Brasilien signifikante Mengen exportieren, in mehreren Monaten Rekorde brechen und in wichtigen Märkten für brasilianische Baumwolle Marktanteile gewinnen“, so Wajs.
Mit dieser Leistung machte Baumwolle im Juni 0,97 % der gesamten brasilianischen Exporte aus und belegte damit Platz 17 in der Liste der nationalen Exportgüter. Im Agrarsektor repräsentierte die Faser 4,31 % der Exporte des Monats und rangierte an dritter Stelle unter den wichtigsten Exportprodukten der brasilianischen Agrarwirtschaft.
Unter den Hauptabnehmerländern brasilianischer Baumwolle im Juni führte Bangladesch die Liste mit einem Anteil von 21,7 % an den Gesamtexporten an. Es folgten die Türkei (17,7 %), Pakistan (17,4 %), Vietnam (14,3 %), Indonesien (7,6 %) sowie China und Indien (jeweils 6,3 %). Auch Malaysia (2,9 %), Ägypten (2,2 %), Südkorea (1,7 %), Thailand (0,6 %), Mauritius (0,4 %) und Japan (0,2 %) waren in der Liste vertreten.
Laut Anea hat das Land in strategischen Märkten Fortschritte erzielt. Dawid Wajs erklärte, dass Bangladesch, der Hauptabnehmer brasilianischer Baumwolle im Juni, während der gesamten Erntesaison das höchste jemals verzeichnete Importvolumen aus Brasilien verzeichnete. Der Präsident gab außerdem bekannt, dass die Türkei ebenfalls ein Rekordvolumen an brasilianischen Baumwollfasern abnahm und damit ihren Wachstumskurs der letzten Jahre fortsetzte. Indien war ein weiteres Highlight: Die Importe haben sich im Vergleich zum bisherigen Höchstwert aus der letzten Erntesaison mehr als verdoppelt.
„Bangladesch und die Türkei sind Märkte, auf denen Brasilien in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum verzeichnet hat. Indien wiederum hat eine sehr beeindruckende Leistung erbracht und die bisher größte Importmenge an brasilianischer Baumwolle mehr als verdoppelt“, fügt Wajs hinzu.
Die Analyse von Anea weist zudem auf die Stabilität bereits etablierter Märkte hin. Indonesien, das als wichtiger Abnehmer gilt, verzeichnete stabile Importmengen. Ägypten, Malaysia und Südkorea gehörten weiterhin zu den Abnehmern brasilianischer Fasern. „Im Falle Chinas erzielte Brasilien zwar keine Rekordernte, das Exportvolumen war jedoch das zweithöchste in der Geschichte und stärkte damit die brasilianische Präsenz in einem der wichtigsten Konsummärkte der Welt. Vietnam war unter den Hauptabnehmerländern das einzige mit einem Rückgang, konnte aber weiterhin ein starkes und beständiges Volumen halten“, heißt es in der Analyse.
Ein weiterer von Anea hervorgehobener Punkt ist die logistische Diversifizierung. Obwohl der Hafen von Santos weiterhin der wichtigste Abfahrtshafen für brasilianische Baumwolle ist, hat der Hafen von Salvador seinen Anteil ausgebaut und sich als zunehmend wichtige Route für die Faser etabliert. Auch andere Häfen wie São Francisco do Sul, Paranaguá, Itaguaí, Itajaí und Rio de Janeiro verzeichneten gute Umschlagmengen und trugen zum nationalen Produktionsfluss bei.
„Salvador hat sich zu einem immer wichtigeren Hafen für brasilianische Baumwolle entwickelt. Santos bleibt zwar dominant, aber auch andere Häfen tragen zum Export der nationalen Faser bei, was sich positiv auf die Logistik des Sektors auswirkt“, so der Präsident von Anea.
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