Eine alkoholbasierte Technik beschleunigt den Nachweis von Amrasca biguttula

Der Schädling, der ursprünglich aus Asien stammt, verursacht in den Vereinigten Staaten Ernteausfälle.

04.12.2025 | 10:45 (UTC -3)
Revista Cultivar
Sammelmethode mit Tabletts, bei der die Arbeiter die Wirtspflanze leicht über einem trockenen Tablett abklopfen und die Zikaden von der Oberfläche absaugen, oder die Pflanze über einem mit einer Lösung gefüllten Tablett abklopfen - doi.org/10.3390/insects16121226
Sammelmethode mit Tabletts, bei der die Arbeiter die Wirtspflanze leicht über einem trockenen Tablett abklopfen und die Zikaden von der Oberfläche absaugen, oder die Pflanze über einem mit einer Lösung gefüllten Tablett abklopfen - doi.org/10.3390/insects16121226

Forscher des Landwirtschaftsministeriums von Florida und der Universität von Florida haben die effektivste Methode zur Erkennung der Stinkwanze identifiziert. Amrasca biguttulaDer aus Asien stammende Schädling verursacht in den Vereinigten Staaten Ernteausfälle bei Baumwolle, Okra und Auberginen. Eine aktive Probenahmemethode mit Schalen, die mit 70%igem Isopropylalkohol gefüllt waren, erwies sich im Feldversuch als überlegen gegenüber sieben anderen getesteten Techniken.

Die Herausforderung der Erkennung

Passive Methoden wie Klebefallen haben sich bei der Schädlingsbekämpfung als wenig effizient erwiesen. Die gefangenen Insekten zersetzen sich schnell oder gehen in der Masse unter. Zudem sind bisher keine Pheromone bekannt, die die Schädlinge anlocken.

Die Forscher verglichen daher acht aktive Feldsammelmethoden. Ziel war es, die praktischste, schnellste und effektivste Technik zu ermitteln, insbesondere für den Fang adulter Männchen, die für die morphologische Bestimmung der Art unerlässlich sind.

Das Experiment

Die Tests fanden in zwei Gebieten im Miami-Dade County, Florida, statt: auf einer Okraplantage mit starkem Befall und auf einem Auberginenfeld mit geringem Vorkommen des Insekts.

Folgende Techniken wurden evaluiert:

  • Manuelle Absaugung mit Absauggerät
  • Äste in Plastiktüten verpacken
  • Beatsheet
  • Entomologische Netzdurchsuchung
  • Trockenschale
  • Schale mit Wasser
  • Schale mit Wasser und Seife
  • Schale mit 70%igem Isopropylalkohol

Die einzelnen Methoden wurden von Arbeitern in verschiedenen Abschnitten des Feldes angewendet. Die gesammelten Insekten wurden ins Labor gebracht, wo sie gezählt und nach Entwicklungsstadium und Geschlecht getrennt wurden.

Ergebnisse

Auf dem stark befallenen Okrafeld fing die Isopropylalkohol-Schalenmethode die größte Anzahl an Männchen. Sie war zudem die schnellste Methode mit der kürzesten Zeit pro untersuchter Pflanze. Die Technik erwies sich selbst im Vergleich zu etablierten Methoden wie Absaugen und Fangen mit Netzen als überlegen.

Bei Auberginenkulturen mit geringem Befall erwiesen sich nur drei Methoden zum Insektenfang als erfolgreich: Alkoholtablett, Beutel und Trockentablett. Auch hier ermöglichte nur das Alkoholtablett das Sammeln von Männchen.

Effizienz und Sicherheit

Neben seiner Wirksamkeit beim Nachweis von Bettwanzen bewirkt die Verwendung von Alkohol deren sofortige Immobilisierung und erleichtert so den Transport der Proben ins Labor. Alkohol konserviert die Insekten zudem, was sowohl für die morphologische Bestimmung als auch gegebenenfalls für genetische Untersuchungen unerlässlich ist.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass sich die Methode bei Anwendern mit unterschiedlichem Erfahrungsstand als konsistent erwies. Alle konnten die Technik ohne spezielle Schulung erfolgreich anwenden.

Vergleiche

Die manuelle Saugmethode lieferte ebenfalls gute Ergebnisse, insbesondere beim Sammeln adulter Stechmücken. Allerdings kann die Verwendung eines manuellen Sauggeräts den Anwender Pestiziden aussetzen, was von dessen Anwendung in Gewerbegebieten ohne Informationen über kürzlich erfolgte Spritzungen abrät.

Das Einsacken hat sich zwar als effizient erwiesen, ist aber zeitaufwändiger und kann Pflanzen beschädigen. Die Anwendung auf großen Flächen ist zudem aus logistischen Gründen eingeschränkt.

Die in der landwirtschaftlichen Entomologie traditionell angewandte Fangnetzmethode erwies sich als ineffektiv. Die Netze verfingen sich in den Pflanzen, insbesondere bei windigen Bedingungen, was die Sammelleistung verringerte.

Weitere Informationen unter doi.org/10.3390/insects16121226

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