Die Resistenz von Botrytis gegen Pyraclostrobin nimmt in China zu.

Die G143A-Mutation und die Überexpression des Gens erhöhen die Resistenz und ebnen den Weg für den Einsatz von RNAi.

10.04.2026 | 15:08 (UTC -3)
Schubert Peter, Sortenmagazin
Foto: Gerald Holmes, Strawberry Center
Foto: Gerald Holmes, Strawberry Center

die Bevölkerung von Botrytis cinerea In den Erdbeeranbaugebieten Chinas tritt eine zunehmende Resistenz gegen Fungizide auf. PyraclostrobinEine Untersuchung von 206 zwischen 2024 und 2025 in Xinxiang gesammelten Isolaten bestätigte in allen Proben eine Resistenz. Der durchschnittliche Resistenzgrad stieg in diesem Zeitraum an. Die EC50-Werte erhöhten sich von 75,31 μg/ml auf 85,08 μg/ml. Auch die Anzahl der hochresistenten Isolate nahm zu.

Die molekulare Analyse identifizierte die G143A-Mutation im BcCytb-Gen als Hauptmechanismus. Das Gen verlor ein Intron. Dies führte zum Austausch von Alanin durch Glycin an der Wirkortstelle. Die Veränderung verringerte die Bindungsaffinität des Fungizids zum mitochondrialen Zielmolekül. Molekulare Modellierung bestätigte eine verminderte Bindungsenergie.

Resistente Isolate zeigten zudem eine erhöhte Expression des BcCytb-Gens. Die Expression überstieg die in empfindlichen Isolaten beobachteten Werte um bis zu 8,5-fach. Dieser Anstieg trat selbst ohne Exposition gegenüber dem Fungizid auf. Dieses Muster deutet auf einen zusätzlichen Resistenzmechanismus hin.

Biologische Tests

Biologische Tests zeigten adaptive Kosten. Resistente Isolate produzierten weniger Sporen. Die Keimung verringerte sich um etwa 10 %. Die Pathogenität nahm ab. Läsionen an Früchten waren im Vergleich zu anfälligen Isolaten bis zu 50 % kleiner. Das Myzelwachstum zeigte ein variables Muster. Einige Isolate behielten ihre Vitalität.

Die Resistenz zeigte genetische Stabilität. Auch in aufeinanderfolgenden Subkulturen blieb der resistente Phänotyp erhalten. Die EC50-Werte blieben auch nach zehn Generationen ohne Fungizideinwirkung hoch.

Mehrfachwiderstand

Die Studie untersuchte auch die Resistenz gegenüber anderen Fungiziden. Es zeigte sich eine positive Korrelation mit Procymidon und Pyrimethanil. Keine Korrelation bestand mit Iprodion, Fluazinam, Pydiflumetofen und Fludioxonil. Das Muster deutet auf Mehrfachresistenz hin. Es lässt jedoch keine direkte Kreuzresistenz durch denselben Wirkstoff erkennen.

RNA-Interferenz zeigte Potenzial für die Bekämpfung. dsRNA, die auf das BcCytb-Gen abzielte, reduzierte die Genexpression. Die Behandlung verringerte das Myzelwachstum und die Sporenbildung. Die Empfindlichkeit gegenüber Pyraclostrobin erhöhte sich. Der EC50-Wert sank um etwa 38 %. Es zeigte sich kein Effekt auf die Resistenz gegenüber anderen Fungiziden.

Die kombinierte Anwendung von dsRNA und einer niedrigen Pyraclostrobin-Dosis steigerte die Bekämpfungswirkung. Die Effizienz erreichte 22,07 %. Dieser Wert übertraf die berechnete theoretische Erwartung. Das Ergebnis deutet auf einen synergistischen Effekt hin. Der Mechanismus beruht auf der Unterdrückung der kompensatorischen Reaktion des Pathogens auf das Fungizid.

Weitere Informationen unter doi.org/10.1016/j.pestbp.2026.107105

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