Neue Regeln erweitern die Kontrolle über Biokraftstoffe.
Der verabschiedete Gesetzentwurf sieht härtere Sanktionen und mehr Ressourcen für die Sektoraufsicht vor.
Die brasilianischen Exporte in die USA gingen im ersten Quartal 2026 zurück, was sich direkt auf den Agrarsektor auswirkte. Laut einer Umfrage der brasilianischen Handelskammer AmCham beliefen sich die Gesamtumsätze auf dem US-Markt auf 7,8 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 18,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Infolgedessen sank der Anteil der USA an den brasilianischen Exporten auf 9,5 %, den niedrigsten Wert in der seit 1997 laufenden historischen Reihe. Im Agrarsektor fiel der Rückgang mit einem Minus von 34,4 % im Quartal noch deutlicher aus.
Diese Entwicklung steht im Gegensatz zum Wachstum der brasilianischen Exporte in andere Zielländer wie China und die Europäische Union sowie zum Anstieg der Gesamtexporte ins Ausland um 3,5 %.
Laut AmCham sind die auf einige brasilianische Produkte erhobenen Zölle weiterhin ein zentraler Faktor für den Rückgang der Exporte, insbesondere in Sektoren mit höherer Wertschöpfung. Derzeit gelangen etwa 45 % der brasilianischen Lieferungen ohne zusätzliche Zölle in die USA, während die übrigen weiterhin mit Handelshemmnissen konfrontiert sind.
Die Organisation hebt hervor, dass das unsichere Umfeld den produktiven Sektor beunruhigt: 86 % der befragten Unternehmen schätzen das Risiko neuer Handelsbeschränkungen als hoch ein.
Trotz des negativen Ergebnisses für das Gesamtquartal deuten die Daten für März auf eine Verbesserung hin. Die Exporte sanken im März um 9,1 % – ein geringeres Tempo als im Quartal – und sieben der zehn wichtigsten Exportprodukte verzeichneten ein Wachstum.
Bei Produkten ohne Aufschläge stiegen die Preise im März um 15,1 Prozent. Diese Entwicklung ist teilweise auf die Senkung der Zölle infolge einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten zurückzuführen.
Trotz der jüngsten leichten Erholung bleibt der Ausblick für die kommenden Monate ungewiss. Die Möglichkeit neuer Zölle und das volatile internationale Umfeld lassen Exporteure vorsichtig agieren.
Andererseits könnten die anhaltende Nachfrage aus dem nordamerikanischen Markt und die verstärkte Beteiligung von Produkten ohne Aufschläge eine allmähliche Erholung im Laufe des Jahres 2026 begünstigen, auch für Teile der Agrarwirtschaft.
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