Die Beseitigung von Tiguera-Mais ist zum Schutz der Sojabohnen unerlässlich

Konkurrenz um Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe sowie Schutz für Schadinsekten sind die Hauptprobleme

26.09.2025 | 17:10 (UTC -3)
Joélen Cavinatto
Foto: Wesley Santos
Foto: Wesley Santos

Mit dem Ende der zweiten Maisernte in Mato Grosso do Sul sind die Produzenten nun besorgt über das Auftreten von Tigermais. Diese ungewollten Pflanzen erscheinen kurz nach der Ernte und stellen eine Bedrohung für Sojabohnen dar, da sie um Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Sie fungieren außerdem als grüne Brücke, bieten Schadinsekten Schutz und fördern die Entstehung von Krankheiten.

Der Zyklus des Tiguera-Mais beginnt mit im Boden verbliebenen Samen oder bei der Ernte verlorenen Körnern, die auf kommerziellen Sojabohnenfeldern keimen und sich entwickeln. Zu den wichtigsten Schädlingen, die Tiguera-Mais beherbergen kann, gehören Zikaden, Raupen und Stinkwanzen. Diese Insekten können auf andere Nutzpflanzen übergehen oder bis zum nächsten Anbauzyklus im Gebiet verbleiben, was den Bedarf an chemischer Schädlingsbekämpfung und damit die Produktionskosten erhöht.

Tatiane Lobak, Forscherin der Chapadão-Stiftung, betont, dass eine konsequente Unkrautbekämpfung unerlässlich sei, um Produktivitätsverluste sowohl bei Sojabohnen als auch bei Mais zu vermeiden. „Mit den Regenfällen werden wir vermehrt Tigermaispflanzen sehen, die Schädlingen als Unterschlupf und Nahrung dienen. Daher ist es für die Erzeuger wichtig, neue Sojabohnenpflanzen im Freien, frei von Tigermais und anderen Unkräutern, anzubauen, um die Produktivität aufrechtzuerhalten“, erklärt sie.

Zu den wichtigsten Bekämpfungsmaßnahmen zählen die ordnungsgemäße Entsorgung von Ernterückständen, die mechanische Bekämpfung, der strategische Einsatz selektiver Herbizide und die Fruchtfolge.

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