Pilz zeigt Potenzial gegen Phthorimaea operculella
Metarhizium robertsii ML-2 verursachte im Labor eine Mortalität von bis zu 94,5 % bei den Larven.
O Schwarzer Sojabohnenrüssler (Rhyssomatus subtilis) Der Schädling hat sich in den letzten Ernten bis nach Zentralargentinien ausgebreitet. Zwei Jahrzehnte lang war er auf den Nordwesten Argentiniens beschränkt. Nun belegen Aufzeichnungen des Nationalen Instituts für Agrartechnologie (INTA) und des Nationalen Dienstes für Agrar- und Lebensmittelgesundheit und -qualität Argentiniens (Senasa) sein Vorkommen in Sojaanbaugebieten von Córdoba und Santa Fe. Experten führen die Ausbreitung auf den Transport von Maschinen und Fahrzeugen zwischen den Anbauregionen zurück.
Das Insekt wurde erstmals in Argentinien während der Vegetationsperiode 2005/2006 in Santiago del Estero nachgewiesen. Anschließend breitete es sich im Nordwesten Argentiniens (NOA) langsam aus, mit Nachweisen in Tucumán, Catamarca und Salta. Zwischen 2022 und 2025 dehnte es sich auf neue Anbaugebiete im Nordosten von Santiago del Estero aus. Im Januar 2026 trat der Schädling im Südosten der Provinz auf. In Chaco wurde der Befall im Departamento Almirante Brown nachgewiesen.
Die größte Warnung erfolgte am Ende der Ernte 2024/2025 mit dem Nachweis des Schädlings im nördlichen Zentrum von Córdoba. Während der Ernte 2025/2026 bestätigten Techniker des INTA das Vorkommen des Schädlings in den Departements Río Primero, Santa María und Río Segundo. Auch in Ceres in der Provinz Santa Fe wurde der Befall bestätigt.
Laut María Guillermina Socías vom INTA Salta folgt die geografische Verschiebung keinem natürlichen Ausbreitungsmuster. Die technische Hypothese deutet auf einen Zusammenhang mit der Bewegung von Maschinen und Fahrzeugen hin.
Das Insekt durchläuft einen einjährigen Lebenszyklus und begleitet Sojabohnen während ihrer gesamten Entwicklung. Adulte Tiere befallen junge Triebe und können das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Die Larven verursachen den Hauptschaden, da sie sich von den Körnern in den Hülsen ernähren. Die Perforationen erleichtern zudem das Eindringen von Wasser und Krankheitserregern.
Für ein effektives Schädlingsmanagement ist Vorbeugung unerlässlich. Experten empfehlen Fruchtwechsel mit Gräsern und anderen Nichtwirtspflanzen. Diese Maßnahme sollte betroffene Bereiche und benachbarte Kulturen einbeziehen. Zudem wird eine gründliche Reinigung von Maschinen und Fahrzeugen vor dem Wechsel zwischen den Anbauzonen empfohlen. Die Überwachung sollte frühzeitig beginnen und die Hülsen auf Einstiche, Perforationen, Larven und Kornschäden untersuchen.
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