Inmet: Wettervorhersage für Dienstag (7.) und Mittwoch (8.)
In Brasilien herrscht zwischen Dienstag und Mittwoch trockenes Wetter; Frost im Süden und niedrige Luftfeuchtigkeit sind die Hauptmerkmale.
Die Juli-Prognose von StoneX untermauert das Szenario eines reichlichen Maisangebots in Brasilien. Die Kombination aus einer starken Sommerernte und einer trotz einiger Ernteausfälle in Bundesstaaten wie Goiás und Minas Gerais immer noch beträchtlichen zweiten Ernte sorgt kurzfristig für ein gutes Marktangebot und trägt dazu bei, den in den letzten Wochen beobachteten Preisdruck an der B3 zu erklären.
Laut Raphael Bulascoschi, Marktanalyst bei StoneX, bleibt die Inlandsnachfrage zwar stark und wächst weiter, doch die geringe Wettbewerbsfähigkeit von brasilianischem Mais auf dem internationalen Markt hat dazu beigetragen, dass ein größerer Teil des Getreides auf dem Inlandsmarkt verbleibt.
„Die Rekordproduktion in den USA im Jahr 2025 stärkte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im globalen Export, und auch Argentinien konnte 2026 eine historische Ernte einfahren und dank gesenkter Exportzölle im internationalen Handel an Boden gewinnen. Die Aufwertung des Real in den letzten 18 Monaten verstärkt diese Entwicklung und mindert die Attraktivität von brasilianischem Mais im Ausland“, so seine Einschätzung.
In der zweiten Jahreshälfte rücken jedoch Faktoren in den Vordergrund, die dieses Bild verändern könnten. Auf dem internationalen Markt wird die Leistung der nordamerikanischen Ernte weiterhin das globale Gleichgewicht bestimmen – eine weitere volle Ernte in den Vereinigten Staaten dürfte den Druck auf Chicago aufrechterhalten und die Erholung der Inlandspreise begrenzen, auch wenn dies im aktuellen Entwicklungsstadium der amerikanischen Ernte noch nicht garantiert werden kann.
In Brasilien rückt neben der Wechselkursvolatilität, die sich im Vorfeld der Wahlen noch verstärken könnte, die Ernte 2026/27 zunehmend in den Fokus. Nach einer außergewöhnlichen Saison ist es unwahrscheinlich, dass die Sommerproduktion an diese Leistung anknüpfen kann: Höhere Düngemittelkosten könnten die Anbaufläche begrenzen, während ein mögliches El-Niño-Phänomen das Risiko von Verzögerungen bei der Sojabohnenaussaat und damit einer Aussaat außerhalb des optimalen Zeitraums für die zweite Maisernte erhöht.
Vor diesem Hintergrund stellt Raphael fest, dass die brasilianische Maisbilanz zwar kurzfristig noch auf eine komfortable Lage hindeutet, die Risiken mittelfristig jedoch eher auf eine Erholung der Preise als auf weitere Rückgänge hindeuten.
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