Das Projekt steigert Produktivität und Nachhaltigkeit im Kaffeesektor.

Die Initiative von Syngenta und JDE Peet's verzeichnet Zuwächse bei Produktivität und Getränkequalität.

11.06.2026 | 15:05 (UTC -3)
Vitorya Paulo

Syngenta und JDE Peet’s, die Marken wie Pilão und L’OR vertreiben, geben die Teilergebnisse des Projekts „Nachhaltiger Kaffee“ bekannt. Diese Initiative fördert regenerative Landwirtschaft auf brasilianischen Bauernhöfen. Mit Fokus auf Klimaresilienz und Bodengesundheit konnte das Projekt bereits deutliche Fortschritte bei Produktivität und Getränkequalität in strategischen Regionen wie Cerrado Mineiro, Sul de Minas und Mogiana verzeichnen.

Die im zweiten Jahr der Überwachung erhobenen Daten deuten auf eine deutliche Veränderung der Anbaukulturen hin. Im südlichen Minas Gerais stieg der Ertrag regenerativer Anbauflächen von 26,1 auf 40,6 Säcke pro Hektar – eine Produktivitätssteigerung von 55 % im Vergleich zu konventionellen Anbaumethoden. In der Region Mogiana betrug der Anstieg 25 %, in der Cerrado-Region 7 %.

Das im Juli 2024 gestartete Projekt umfasst 30 Kaffeefarmen mit einer Gesamtfläche von 90 Hektar, die nach regenerativen Prinzipien bewirtschaftet werden. Die Strategie kombiniert Pflanzenschutztechnologien, biologische Lösungen, moderne Laboranalysen und Praktiken wie künstliche Bestäubung und den Anbau von Zwischenfrüchten. Zentrales Ziel der Initiative ist es, zu zeigen, dass sich die Produktivität steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren lässt – getreu dem Prinzip „Mehr Produktivität bei geringeren Auswirkungen“.

Neben der Produktionsmenge hat sich auch die Kaffeequalität verbessert. Auf der Skala der Specialty Coffee Association (SCA) verzeichneten die teilnehmenden Betriebe Zuwächse von bis zu 1,97 %, was einen leichteren Zugang zu Premiummärkten und höhere Gewinnspannen für die Kaffeebauern bedeutet. Ein weiterer positiver Umweltaspekt war die drastische Reduzierung des Schädlingsbefalls im Boden, mit einem Rückgang des Nematodenbefalls um bis zu 71 % auf den Plantagen.

Für Syngenta verkörpert das Projekt die Vision, dass Innovation der Motor für Nachhaltigkeit ist. „Wir sind überzeugt, dass gesunde Böden die Grundlage der Landwirtschaft bilden. Mit Sustainable Coffee zeigen wir, dass regenerative Anbaumethoden natürliche Ressourcen schützen, die Rentabilität der Erzeuger sichern und den Fortbestand der Ernte angesichts des Klimawandels gewährleisten“, erklärt Natália Vasconcelos, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Syngenta. 

Für JDE Peet's liegt der Schlüssel zur Zukunft des Kaffeeanbaus in Partnerschaften innerhalb der Branche. „Kein Unternehmen kann die Herausforderungen des Kaffeeanbaus allein bewältigen. Dieses Projekt mit Syngenta ermöglicht es uns, unsere Expertise – agronomisches Wissen, Zusammenarbeit mit den Produzenten und Marktzugang – zu bündeln, um gemeinsame Ziele zu verfolgen: die Widerstandsfähigkeit der Kaffeebauern zu stärken und die Anbaumethoden langfristig zu verbessern“, so Bruno Ribeiro, Responsible Sourcing Manager bei JDE Peet's.

Noch bessere Qualität für alle, die sich bereits für Nachhaltigkeit einsetzen.

Die Fazenda Nonno Marchi in Serra Negra (SP) ist ein Paradebeispiel für den Erfolg der Initiative. Das Anwesen, das für seine 100% Arabica-Spezialitätenkaffees auf einer Höhe von 1.150 Metern bekannt ist, erzielte in den Projektgebieten über 89 Punkte auf der SCA-Skala und etablierte sich damit als Maßstab für nachhaltiges Management und Innovation. Die Farm umfasst insgesamt 18 Hektar. In den letzten zwei Jahren lag der durchschnittliche Ertrag im Standardgebiet bei 40 Säcken pro Hektar und im regenerativen Gebiet bei 58,5 Säcken pro Hektar.

Im Jahr 2025 gewann Nonno Marchi den dritten Platz für den besten Kaffee Brasiliens beim Wettbewerb Florada Premiada. „Aufgrund dieser Vorreiterrolle im Kaffeeanbau war es uns wichtig, sie von Anfang an in das Projekt einzubeziehen. Wir konnten feststellen, dass die Teilnahme an unserem Projekt selbst auf einem Betrieb mit bereits nachhaltigen Bewirtschaftungsmethoden die Bodenqualität, die Produktivität und die Qualität des Kaffees weiter verbesserte. Im Standardgebiet lag der Wert bei 83,84 Punkten, im regenerativen Gebiet hingegen bei durchschnittlich 89,19 Punkten“, betont Natália.

Sorten-Newsletter

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail

auf die WhatsApp-Gruppe zugreifen