Copaaergs warnt vor unterdurchschnittlichen Niederschlägen in Rio Grande do Sul.

Die Prognosen deuten auf ein schwaches La Niña-Ereignis bis Januar 2026 und das Risiko von Ernteausfällen bei Nutzpflanzen wie Reis, Sojabohnen und Gemüse hin.

04.12.2025 | 10:20 (UTC -3)
Revista Cultivar

Im Bundesstaat Rio Grande do Sul werden zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 voraussichtlich unterdurchschnittliche Niederschläge fallen. Diese Prognose stammt vom Ständigen Rat für Angewandte Agrarmeteorologie (Copaaergs). Die Organisation weist laut NOAA auf die Möglichkeit eines schwachen La-Niña-Ereignisses bis Januar 2026 hin, dessen Wahrscheinlichkeit bei über 60 % liegt.

Die größten Niederschlagsdefizite werden in der südlichen und westlichen Hälfte des Bundesstaates erwartet, hauptsächlich zwischen Dezember und Januar. Im Januar und Februar nimmt die Niederschlagsunregelmäßigkeit tendenziell zu. Eine Ausnahme bildet möglicherweise der Nordosten von Rio Grande do Sul, wo im Januar überdurchschnittliche Niederschläge erwartet werden.

Die Temperaturen steigen im Laufe des Quartals an, mit positiven Temperaturabweichungen und dem Risiko von Hitzewellen. Typische Sommerereignisse wie Hagel und Stürme können ebenfalls auftreten.

Copaaergs empfiehlt, im Reisanbau besonders auf einen rationellen Umgang mit Wasser zu achten, selbst bei vollen Stauseen. Für Getreidearten wie Sojabohnen und Mais rät das Unternehmen, die Bodenfeuchtigkeit zu überwachen, die Bewässerung in kritischen Wachstumsphasen zu priorisieren und die Düngung auf Grundlage von Niederschlagsvorhersagen vorzunehmen.

Im Gartenbau lassen sich Verluste durch Tropfbewässerung und Beschattung reduzieren. In Tunneln und Gewächshäusern ist ein Wärmemanagement erforderlich. Im Obstanbau empfiehlt sich der Schutz des Bodens durch Gründüngung und die Installation von Hagelschutznetzen.

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