Cooperalfa beginnt mit dem Bau einer Biodieselanlage

Mit einer Investition von 230 Millionen R$ wird die Einheit voraussichtlich jährlich mehr als 256 Millionen R$ im ICMS-Geschäft erwirtschaften.

22.09.2025 | 17:12 (UTC -3)
Cooperalfa

Die agroindustrielle Genossenschaft Alfa (Cooperalfa) beginnt dieses Jahr mit dem Bau der zweitgrößten Biodieselanlage in Santa Catarina. Die Anlage befindet sich in Linha Tomazelli, Chapecó, Santa Catarina. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 geplant, zum 59. Jubiläum der Genossenschaft. Das neue Projekt wird das zweitgrößte Industrieprojekt in ihrer Geschichte sein. „Es unterstreicht Alfas Engagement für Nachhaltigkeit, Innovation und Wertschöpfung in der Produktion seiner Mitglieder“, erklärte Cooperalfa-Präsident Romeo Bet.

Die Anlage wird eine Kapazität von 1.150 Kubikmetern Biodiesel pro Tag haben – das entspricht 414 Kubikmetern pro Jahr – und zwar aus Sojabohnen, die bereits in der bestehenden Anlage von Alfa verarbeitet werden, die derzeit 2,4 Tonnen pro Tag verarbeitet. Das Projekt soll dem Staat in der ersten Betriebsphase jährlich 115,5 Millionen Real an ICMS (Mehrwertsteuer) einbringen, selbst wenn die installierte Kapazität nur 50 % auslastet.

positive Auswirkungen

Die neue Anlage schafft nicht nur 110 direkte Arbeitsplätze und beschäftigt während der Installation rund 300 externe Arbeitskräfte, sondern wird sich auch positiv auf die gesamte Input-, Transport- und Logistikkette in der Region auswirken. „Von diesem Projekt profitieren nicht nur Cooperalfa und seine Mitglieder, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Biodiesel ist ein erneuerbarer Kraftstoff, der erheblich zur Reduzierung der CO2-Emissionen beiträgt und so ein verantwortungsvolles Wachstum in der Agrarindustrie fördert“, betont Maschinenbauingenieur und Projektkoordinator Victor Luis Bohm Kühn.

Der neue Industriekomplex von Cooperalfa wird auch Nebenprodukte wie Klärschlamm, Olein und Glycerin produzieren, das in der Kosmetikindustrie weit verbreitet ist. Um die Produktqualität zu gewährleisten und die ANP-Standards zu erfüllen, wird Cooperalfa ein Labor mit modernster Ausrüstung auf dem Markt einrichten und die ISO 17025-Zertifizierung erhalten.

Die Anlage unterstreicht die führende Rolle der Genossenschaft bei der Energiewende, und das zu einem Zeitpunkt, an dem das Land über die Zukunft der Kraftstoffe diskutiert. Derzeit enthält der in Brasilien verkaufte Diesel 15 % Biodiesel (B15). Bis 2030 sollen es 20 % (B25) sein, in den Folgejahren soll der Anteil auf bis zu 25 % begrenzt werden, gemäß dem Gesetz über Biokraftstoffe der Zukunft (Gesetz Nr. 14.993/2024).

Wert hinzugefügt

Der überwiegende Teil der von Alfa verarbeiteten Sojabohnen wird von Genossenschaftsmitgliedern geliefert. Das Projekt zielt darauf ab, die Wertschöpfung der Produktion zu steigern, die Mitglieder wirtschaftlich zu stärken und die regionale Entwicklung zu fördern.

Während der Efapi 2025 in Chapecó wird Cooperalfa der Öffentlichkeit ein detailliertes Modell der Anlage vorstellen, um der Gesellschaft ein besseres Verständnis des Projekts und seiner Bedeutung für die Zukunft der brasilianischen Energiematrix zu ermöglichen.

Cooperalfa-Präsident Romeo Bet erklärte, dass dieses Projekt zur Industrialisierung von Biodiesel den Ausbau der Sojaproduktion beinhaltet, die derzeit eine Kapazität von 2 Tonnen pro Tag hat. Mit der Erweiterung zur Deckung des Bedarfs der Biodieselindustrie wird die Kapazität auf 3 Tonnen pro Tag steigen. Das Öl wird anschließend zu Biodiesel verarbeitet. „Das sind relativ hohe Investitionen, aber ich bin überzeugt, dass dieses Projekt sehr erfolgreich sein und die Produktion der Mitglieder steigern wird“, betont Präsident Romeo.

Anlagestrategien

Der erste Vizepräsident und Industriedirektor Cládis Jorge Furlanetto erklärte, dass Cooperalfa aus mehreren strategischen Gründen in die Biodieselindustrie investiere, beispielsweise aufgrund der bestehenden Infrastruktur. Die Genossenschaft verfügt bereits über eine Lösungsmittelextraktionsanlage, die täglich rund 400 Tonnen entschleimtes Rohöl produziert. Diese Menge wird als Rohstoff für die Biodieselproduktion verwendet, deren Bedarf bei rund 1.000 Tonnen pro Tag liegt.

Ein weiterer entscheidender Faktor war der Politikwechsel der Bundesregierung, die die Biodieselpreise nicht mehr kontrollierte, sondern diese Kontrolle auf den Markt selbst übertrug. Dieses neue Szenario bietet eine größere Vorhersehbarkeit und Rentabilität hinsichtlich der Kapitalrendite.

 Auch die Aussicht auf den Erwerb des Social Fuel Seals war für Alfa ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Dieses Siegel garantiert Steuervorteile und Vorrang bei staatlichen Aufträgen, sofern Familienbauern an der Rohstoffversorgung beteiligt sind, was den genossenschaftlichen Prinzipien von Alfa entspricht.

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