Ammoniumsulfat gewinnt auf dem Düngemittelmarkt an Bedeutung

Steigende Düngemittelpreise und ungünstige Wechselkurse treiben die Suche nach weniger konzentrierten Produkten voran

22.09.2025 | 17:34 (UTC -3)
Valeria Campos

Ammoniumsulfat (AMS) hat in den letzten Monaten auf dem brasilianischen Markt an Bedeutung gewonnen. Laut einem Wochenbericht des globalen Finanzdienstleisters StoneX war die steigende Nachfrage nach Düngemitteln bereits im Vorfeld des Sommers erwartet worden. Die Vorliebe für weniger konzentrierte Düngemittel war jedoch einer der Gründe für diesen Anstieg.

„Derzeit wird geschätzt, dass die Menge an Ammoniumsulfat, die in brasilianischen Häfen, insbesondere in Santos und Paranaguá, erwartet wird, die Menge an Harnstoff, die voraussichtlich im Land ankommen wird, bei weitem übersteigt“, betont der Analyst von Market Intelligence. Tomás Pernías (in dem Bild).

Bis 2025 führten hohe Düngemittelpreise und ungünstige Handelsbedingungen dazu, dass Importeure nach wettbewerbsfähigeren Alternativen suchten. „Der Bedarf an Stickstoff und Phosphaten wird teilweise gerade durch diese Produkte mit niedrigerer Konzentration gedeckt, die größere Mengen in Tonnen benötigen, um die gleiche Menge an Nährstoffen zu liefern, die in Produkten mit höherer Konzentration enthalten wären“, sagt er.

Infolgedessen erhöhte diese Wahl das Gesamtvolumen der nach Brasilien eingeführten Düngemittel und intensivierte den Hafenverkehr, und das ausgerechnet in einer Zeit traditionell starker Nachfrage. „Nach den von StoneX gesammelten Informationen wird sich diese Vorliebe für Produkte mit geringerer Konzentration wahrscheinlich auch in den kommenden Wochen fortsetzen“, betont er.

Angesichts dieses Szenarios dürften die Stickstoffimporte in den letzten Monaten des Jahres stark bleiben, vor allem aufgrund der Versorgung der zweiten Maisernte, einer Kulturpflanze mit hohem Stickstoffbedarf. „Daher bleibt der Markt wachsam, um zu beobachten, ob Ammoniumsulfat seine führende Position bei den Importen behaupten kann oder ob Harnstoff bis Ende 2025 wieder an Boden gewinnen wird“, so sein Fazit.

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