Agrarindustrie verzeichnet den schlechtesten Juni seit 2019

Beim Vergleich der Monate Juni 2025 und 2024 gibt FGVAgro an, dass das Volumen der agroindustriellen Produktion um 5,3 % zurückgegangen ist

29.08.2025 | 15:07 (UTC -3)
Marina Ciaramello

Im Juni 2025 schrumpfte das agroindustrielle Produktionsvolumen im Vergleich zum gleichen Monat 5,3 um 2024 %. Dies ist das schlechteste Ergebnis für einen Juni seit 2019, als es um 5,6 % zurückging. Dies geht aus der FGVAgro-Umfrage zum agroindustriellen Produktionsvolumen hervor. Dieser Rückgang war sowohl auf das Segment Lebensmittel und Getränke (Rückgang um 3,5 %) als auch auf Non-Food-Produkte (-7,5 %) zurückzuführen.

Die Studie zeigt, dass der Dynamikverlust im Agrarsektor in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 kein linearer Prozess war, sondern vielmehr eine Umkehr der Leistung darstellte. Im ersten Quartal betrug das kumulierte Wachstum des Sektors 2,1 %, im zweiten Quartal verzeichnete der Agrarsektor einen Rückgang von -3,1 %. In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichnete der Sektor somit einen Rückgang von 0,7 %.

Laut der Analyse von FGVAgro ist es wichtig zu betonen, dass hinter dieser Entwicklung klar ist, dass es nicht die von Trump Anfang Juli angekündigte Zollerhöhung war, die den Agrarsektor ins Minus trieb, da dieser Faktor erst im Juni berücksichtigt wurde. Darüber hinaus war es nicht die Vogelgrippe, die diese Ergebnisse verursachte, da die Produktion tierischer Lebensmittel (insbesondere Fleisch) sowohl im Mai als auch im Juni 2025 zunahm.

Dieser Verlust an Dynamik scheint mit der Abschwächung der brasilianischen Wirtschaft zusammenzuhängen, die hauptsächlich auf eine restriktivere Geldpolitik (hohe Zinssätze und stärkere Kreditbeschränkungen) zurückzuführen ist.

Für die zweite Jahreshälfte 2025 wird der Agrarsektor voraussichtlich mit weiteren Hürden konfrontiert sein. Neben der bereits im Juli rückläufigen Wirtschaftsleistung wird er auch mit den negativen Folgen der erst Anfang August in Kraft getretenen Zollerhöhung zu kämpfen haben.

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