Überwachung verhindert Schäden durch Maiszikaden in RS

In 50 Gemeinden in Rio Grande do Sul finden beispiellose Aktionen zwischen Emater/RS und RTC statt

25.09.2025 | 16:18 (UTC -3)
Mateus de Oliveira, Ausgabe des Cultivar Magazine
Foto: Fhabiana Credideu
Foto: Fhabiana Credideu

In Rio Grande do Sul wird eine gemeinsame Aktion zwischen Emater/RS und dem Cooperative Technical Network (RTC) beginnen, um die Präsenz von Maiszikade (Dalbulus maidis) in Nutzpflanzen. Die Arbeiten werden in 50 Gemeinden in Rio Grande do Sul durchgeführt, wo Techniker der Institution wöchentlich ländliche Grundstücke besuchen, um Fallen auszutauschen und die gefangenen Insekten zu zählen. Die gesammelten Daten werden an das RTC übermittelt, das für die Konsolidierung der Informationen und die Erstellung einer landesweiten Karte des Vorkommens verantwortlich ist. 

Dies ist eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Emater/RS und dem RTC. Zuvor wurden die Überwachungsinitiativen separat von den mit dem Netzwerk verbundenen Genossenschaften oder von Beratungsmitarbeitern durchgeführt. 

Überwachung und Management sind unerlässlich

Die Maiszikade ist ein relativ neuer Schädling in Rio Grande do Sul. Wie Elder Dal Prá, Landwirtschaftsberater bei Emater/RS, erklärt, begannen die Aufzeichnungen mit der Maisernte 2020 und 2021. 

„Das Insekt überträgt Krankheitserreger, die für eine Krankheit namens Stunting verantwortlich sind, die durch zwei Bakterien verursacht wird, sowie eine weitere Krankheit, die durch ein Virus verursacht wird. Diese Krankheiten sind unkontrollierbar und können die Ernteproduktivität beeinträchtigen“, warnt er. 

Elder betont zudem, dass nicht alle Zikaden infiziert sind. „Dazu muss sich das Insekt zunächst von einer bereits infizierten Pflanze ernähren. Deshalb werden an ausgewählten Standorten im Bundesland Zikadenproben gesammelt und an spezialisierte Labore geschickt, wo molekulare Tests durchgeführt werden. Diese Tests ermöglichen es uns, das Vorhandensein von Bakterien und Viren zu identifizieren, die mit der Zikadenkrankheit in Verbindung stehen“, erklärt er. 

Merkmale und Identifizierung im Feld

Der Zyklus der Maiszikade dauert unter günstigen Temperaturbedingungen etwa 45 Tage. Die Eier werden in die Blattspreite abgelegt. Die Nymphen sind strohfarben mit dunklen Flecken am Hinterleib. Die erwachsenen Tiere sind etwa vier Millimeter lang, hell gefärbt und haben schwarze Flecken am Kopf, was das Hauptmerkmal zur Identifizierung im Feld ist.

Die Insekten leben in Kolonien in der Kapsel und den jungen Blättern des Maises. Die Bekämpfung der Zikaden erfolgt auf integrierte Weise mit der Anwendung verschiedener Methoden, wie etwa der Beseitigung von Ausfallmais/Tigera, der ständigen Überwachung des Vorhandenseins von Insekten und kranken Pflanzen, der Verwendung weniger anfälliger Sorten, der Aussaat in einer einzigen Saison, der Behandlung des Saatguts mit Insektiziden und der Anwendung von Insektiziden je nach Schädlingsbefall.

Überwachung schafft Sicherheit

Für Jesus Amilton Amaral, einen Maisbauern aus Lindolfo Collor, ist die Überwachung ein wichtiges Präventionsinstrument. „Ich glaube, diese Falle wird sehr hilfreich sein, da sie anzeigt, ob der Schädling vorhanden ist oder nicht. Mit dieser Überwachung können wir handeln, bevor sich das Problem verschlimmert. Sie gibt uns die Sicherheit, auch bei Schwierigkeiten weiter zu produzieren“, sagt er. 

Durch den Zusammenschluss von Emater/RS und dem Cooperative Technical Network soll das Informationsnetzwerk gestärkt und den Landwirten zunehmend präzisere Anleitungen zur Bekämpfung der Maiszikade gegeben werden, um so zum Schutz und zur Nachhaltigkeit der Maisproduktion in Rio Grande do Sul beizutragen.

Sorten-Newsletter

Erhalten Sie die neuesten Nachrichten aus der Landwirtschaft per E-Mail

auf die WhatsApp-Gruppe zugreifen