Übermäßiger Einsatz von gentechnisch verändertem Mais führt zu Resistenzen bei „Diabrotica“ spp.

Eine in den USA durchgeführte Studie weist auf eine Verringerung der Wirksamkeit der Technologie gegen den Schädling hin

28.02.2025 | 08:41 (UTC -3)
Revista Cultivar
spp. - Foto: John Obermeyer
Diabrotica spp - Foto: John Obermeyer

Eine Analyse von 12 Jahren Daten aus 10 Bundesstaaten des US-amerikanischen Corn Belt zeigt, dass Landwirte durch den übermäßigen Einsatz von gentechnisch verändertem Mais zur Bekämpfung von Arten der Gattung Diabrotica.

Die vom Entomologen Christian Krupke von der Purdue University geleitete Forschung deutet darauf hin, dass der Schädling in den westlichen Bundesstaaten der Region, wo der kontinuierliche Getreideanbau üblicher ist, stärker zugenommen hat.

Die Studie analysierte die Entwicklung des Schädlingsszenarios seit 2004, dem Jahr der großflächigen Einführung von gentechnisch verändertem Mais, der resistent ist gegen Diabrotica spp. Die Studie zeigt, dass der Einsatz von Technologie den Schädlingsbefall zunächst reduzierte.

Der fortgesetzte und wahllose Einsatz hat jedoch zur Entwicklung einer Resistenz gegen Bt-Mais geführt und damit zu einer Verringerung seiner Wirksamkeit. Seit 2009 wurden in mehreren Feldstudien Fälle von Resistenzen von Diabrotica spp. gegenüber Bt-Toxinen.

Das Problem liege laut Krupke in der flächendeckenden Einführung von Bt-Mais, selbst dort, wo der Schädling keine nennenswerte Bedrohung darstelle.

Die Forschungsergebnisse zeigen auch, dass die Erzeuger Saatgut mit hohem Ertragspotenzial wählen, das oft über zahlreiche eingebaute Eigenschaften wie Schädlingsresistenz verfügt, auch wenn diese nicht benötigt werden.

Die Forscher betonen, dass zunehmende Schädlingsresistenzen ein kollektives Risiko darstellen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter doi.org/10.1126/science.adm7634

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